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08. Mai 2013 | Allgemeines

Deutsche Zeitungen behaupten sich im europäischen Vergleich

VSZV-Vorsitzender Valdo Lehari jr. erwartet zügigen Ausbau von Paid-Content-Angeboten im Netz

Die Probleme bei der "Frankfurter Rund-schau" und der "Financial Times Deutschland" trüben nach Ansicht von Valdo Lehari jr. zu Unrecht das Bild der Branche. "Das Negativ-Image aus diesen Fällen wird völlig falsch auf die Regionalzeitungen übertragen", sagte der Vorsitzende des Verbands Südwestdeutscher Zeitungsverleger (VSZV) und Verleger des "Reutlinger General-Anzeigers" der Nachrichtenagentur dpa Ende April 2013. Die Lage erfordere einen genaueren Blick.

"Wir dürfen nicht alles über einen Kamm sche­ren", sagte Lehari. Auf regionaler Ebene sei die Situation speziell in Süddeutschland besser. Im internationalen Vergleich stünden die deutschen Verlage ohnehin ziemlich gut da. Angesichts der Wirtschaftskrise spürten Verlage in Frankreich, Spanien und Italien viel heftigeren Gegenwind.

Im Südwesten profitierten die 56 Verlage immer noch von der guten wirtschaftlichen Lage im Land. Das spiegele sich laut Lehari auch im Ge­schäft mit den Stellenmarkt-Anzeigen. Hier habe es zwar zuletzt spürbare Rückgänge gege­ben, aber - über die vergangenen drei Jahre be­trach­tet - sei diese Rubrik wieder ein wichtiger Um­satzbringer gewesen. Es sei bemerkenswert und erfreulich, dass trotz aller Online-Portale die klas­sische Stellenanzeige in der Zeitung ihre Bedeu­tung behalten habe. "Das zeigt die Leis­tungskraft der Blätter. Das ist eine gute Nach­richt."

Zu den positiven Nachrichten zählt nach den Worten von Lehari auch das nun beschlossene Leistungsschutzrecht. "Das ist europaweit von höchster Bedeutung. Darauf haben andere Staaten wie Österreich nur gewartet." Das Ge­setz, das das Urheberrecht der Zeitungen an Artikeln zumindest jenseits von "einzelnen Wör­tern" stärke, sei ein richtiger Schritt gewesen. "Das konnte man schon daran sehen, mit welcher Kraft und welchem Einsatz Google versucht hat, es zu verhindern", sagte Lehari.

Für die Verlage geht laut Lehari kein Weg da­ran vorbei, für ihre On­line-Angebote in absehba­rer Zeit Geld zu verlan­gen. Er gehe davon aus, dass Ende 2014 viele Texte der Zeitungen nicht mehr kostenlos im Netz stünden.

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