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12. November 2004 | Allgemeines

Der Kunde steht im Mittelpunkt

"Beyond the Printed Word"-Konferenz: Konzepte für erfolgreiche Online-Werbekonzepte und Bezahlinhalte / Mobilfunkdienste noch unterschätzt

"SMS ist ein genialer Rückkanal für Print, Radio und TV. Print wird durch SMS gestärkt und umgekehrt. Und SMS als Verwaltungsinstrument ist ein wertvoller Service für die Verbraucher und spart uns bares Geld." Aus der Sicht von Josefine Granding Larsson und Morris Packer von der schwedischen Bonnier-Gruppe wird das Mobiltelefon als Rückkanal für Zeitungen noch gravierend unterschätzt. Aber auch andere Referenten warteten bei der "Beyond the Printed Word"-Konferenz von Ifra, WAN und FIPP in Prag mit geldwerten Ideen auf.

Die ökonomische Seite des Publizierens im Internet stand im Mittelpunkt dieser Konferenz, die mehr als 250 Teilnehmer aus 33 Ländern am 3. und 4. November 2004 nach Prag zog. Die diesjährige Veranstaltung verzeichnete damit rund ein Drittel mehr Besucher als die letztjährige in Rom.

 

"Viel zu viele Zeitungen lassen Geld auf dem Tisch liegen", betonte Melinda Gipson, Director of Electronic Media der Newspaper Association of America (NAA), in ihrem Überblick über neue Wettbewerber. Gipson riet den Zeitungen mit Nachdruck, die eigene Marktposition nicht zu überschätzen: "29 Millionen Menschen besuchen in den 100 größten Märkten der USA die Webseite eines Zeitungsverlages. 57,4 Millionen nutzen im gleichen Zeitraum Google." Prozentual betrachtet sei die Nutzung von Suchmaschinen doppelt so beliebt wie die von Zeitungsangeboten. Dies müsse Zeitungen interessieren, da Suchmaschinenanbieter zunehmend Einfluss auf die lokalen Online-Anzeigenmärkte nehmen: "Pay per Click und die einfache Bedienung machen Suchwort-Anzeigen zum am schnellsten wachsenden Anzeigensegment in den USA", erläuterte sie.

 

Online-Werbung: "Sie müssen das Web entmystifizieren"

 

Print-Online-Kombinationsangebote, die Zeitungen neue Einnahmequellen erschließen, sind das Thema von Mike Blinder, President der The Blinder Group in Florida. Sein Unternehmen macht die Anzeigenverkäufer der Zeitungen fit für den Verkauf von Print-Online-Kombinationsprodukten. "Sie müssen das Web entmystifizieren", glaubt er. Wer den Verkaufsrepräsentanten die Scheu vor dem Internet nehme und auf Basis der gedruckten Zeitungsanzeige Online-Erweiterungen anbiete, könne ganz neue Geschäftsfelder erschließen.

 

Bill Murray, Managing Director von Haymarket Business Publications Ltd aus Großbritannien, machte sich Gedanken über die Zukunft der Rubrikenmärkte: "Menschen kaufen dort ein, wo es eine entsprechende Auswahl gibt", betonte er. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssten Verlage mit Dritten kooperieren – notfalls auch mit Konkurrenten. Bei dieser Einschätzung zeigte sich Murray einig mit Catherine Levene, die als Vice President Product, Business Development and Strategy bei der New York Times Digital (nytd), die Teilnehmer ein wenig hinter die Kulissen der überaus erfolgreichen Internetstrategie der "New York Times" schauen ließ.

 

Wie ein Zeitungshaus mit Online-Auktionen erfolgreich sein kann, zeigte Steve Anderson-Dixon, Group Advertisment Director bei der britischen Northcliffe Newspapers Group Ltd. In Kooperation mit dem US-Unternehmen CityXpress führt Northcliffe Event-Auktionen durch. Bilanz der ersten drei Versteigerungen: über 1.000 verkaufte Artikel im Wert von mehr als einer Million Euro, rund 250.000 Euro Erlös und 32 neue Kunden für die gedruckte Zeitung.

 

Crossmediale Präsentation:

20 Prozent Gewinnmarge

 

Die schwedische Zeitung „Aftonbladet“ ist mit ihrem "Viktklubben" erfolgreich, einem interaktiven Online-Klub, der seinen Mitgliedern gegen Gebühr beim Abnehmen hilft. Die tschechische Mediengruppe Mafra operiert bei ihrer Internetabteilung mit einer Gewinnmarge von 20 Prozent. Inhalte werden crossmedial in Zeitung, Radio und Online-Dienst präsentiert.

 

Thanita Khomphatraporn von der Nation Group in Thailand gab einen Überblick über die Mobilfunknutzung in Asien. Nimmt man die gezeigten Beispiele zum Maßstab, sind der Phantasie bei der künftigen Nutzung keine Grenzen gesetzt: i-mode-Telefone öffnen in Japan Türen, setzen den Fütterungsautomat für das Haustier in Betrieb oder ersetzen beim Kauf am Automaten die Brieftasche. In Korea kann man auf dem Mobiltelefon TV-Sendungen empfangen. Es gibt sogar ein Blutzuckertest-Telefon. Wegbeschreibungen helfen bei der Orientierung in einer fremden Stadt. Selbst China hole mit Riesenschritten auf. Auch dort fänden Kamerahandys und SMS immer weitere Verbreitung.

 

Weitere Themen der Konferenz waren "Dayparting" als Konzept, die Attraktivität von Zeitungswebsites in den Abendstunden zu erhöhen, Technologien zur Erstellung von "Daily Me"-Ausgaben, die nächste Generation elektronischen Papiers (E-Ink) als Ersatz für die gedruckte Zeitung sowie neue Produktideen skandinavischer TV-Sender für den Einsatz von Digital-TV.

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