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17. Mai 2005 | Allgemeines

Das Vertrauen der Leser jeden Tag neu erwerben

300 Jahre „Hildesheimer Allgemeine Zeitung“ / Festakt mit Bundeskanzler Schröder und BDZV-Präsident Heinen

Deutschlands älteste noch erscheinende Tageszeitung, die „Hildesheimer Allgemeine Zeitung“, hat mit einem Festakt ihr 300-jähriges Bestehen gefeiert. Zu den Gästen in Hildesheim gehörten am 29. April 2005 auch Bundeskanzler Gerhard Schröder, BDZV-Präsident Helmut Heinen und der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff.

Verleger Daniel Gerstenberg, der in siebter Generation das Verlagshaus der „Hildesheimer Allgemeinen Zeitung“ führt, machte in seiner Rede die historische Bedeutung dieses Jubiläums deutlich: Mozart und Goethe seien zum Zeitpunkt der Gründung der Zeitung noch nicht geboren gewesen, die Staaten der USA noch nicht vereint. „Älter als unser Unternehmen sind häufig nur Brauereien und Apotheken“, sagte Gerstenberg.

 

Bundeskanzler Gerhard Schröder würdigte den Wert der Tageszeitungen, die den Menschen Orientierung und Lebenshilfe böten. Die Bundesrepublik verfüge im internationalen Vergleich über eine große Zeitungsvielfalt. Dies müsse so bleiben. Fraglich sei allerdings, wie sich das gestalten lasse. Damit kam der Kanzler auf die Novellierung des Pressefusionsrechts zu sprechen und bedauerte, dass der Vorschlag der Regierung im Bundesrat nicht die Zustimmung der unionsgeführten Länder gefunden habe. Im Vermittlungsausschuss müsse unbedingt ein Kompromiss gefunden werden, forderte Schröder.

 

Die tiefgreifende Veränderung der Medienlandschaft stelle die Zeitung vor schwierige Aufgaben, erklärte BDZV-Präsident Helmut Heinen. Deshalb dürften sich die Blattmacher nicht zurücklehnen, sondern müssten jeden Tag das Vertrauen der Leser neu erwerben. Heinen forderte, die klare Trennung zwischen redaktionellen Inhalten und Werbebotschaften in den Medien nicht anzutasten. Tendenzen, wie sie vor allem die privaten Fernsehsender zeigten, dieses Trennungsgebot zu lockern, würden von den Zeitungsverlegern mit aller Entschiedenheit abgelehnt. Jede Form von Schleichwerbung sei eine Irreführung der Verbraucher, warnte der BDZV-Präsident. Die Glaubwürdigkeit der Medien insgesamt stehe auf dem Spiel, wenn die Verbraucher Werbung nicht mehr als solche erkennen könnten.

 

Ministerpräsident Wulff betonte, dass die Leseförderung eine gesellschaftliche Herausforderung sei. Die Tageszeitung sei im Übrigen ein kluger Begleiter durch den Alltag und stelle eine wichtige Plattform für die Meinungsbildung dar. Die „Hildesheimer Allgemeine Zeitung“, würdigte Wulff, stehe für „Kompetenz und Glaubwürdigkeit“.

 

Anlässlich ihres 300-jährigen Bestehens ist die „Hildesheimer Allgemeine Zeitung“ mit einer Sonderausgabe im Umfang von 140 Seiten erschienen. Darin wird unter anderem die Geschichte der Zeitung dokumentiert, die Mitarbeiter von Redaktion und Verlag werden vorgestellt und alle Regionen des Verbreitungsgebietes ausführlich beschrieben. Die „Hildesheimer Allgemeine Zeitung“ war am 24. Juni 1705 von Johann Christian Hermitz als „Hildesheimer Relations Courier“ gegründet worden. Seit 1807 befinden sich Zeitung und Verlag im Besitz der Familie Gerstenberg. Heute erscheint das Blatt mit einer verkauften Auflage von täglich rund 46.000 Exemplaren.

 

Internet: www.hildesheimer-allgemeine.de

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