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30. April 1998 | Allgemeines

Baden-württembergische Zeitungsverleger: Pressevielfalt sichern!

Sozialversicherungsfreiheit bei 620-Mark-Jobs muß erhalten bleiben

Die baden-württembergischen Zeitungsverleger wollen sich gegen die Bedrohung der Pressevielfalt zur Wehr setzen.

Bei der Jahreshauptversammlung des Verbandes Südwestdeutscher Zeitungsverleger (VSZV) in Freiburg sagte der Verbandsvorsitzende, Konrad A. Theiss: "Unsere Aufgabe muß es sein, die herausragende Stellung der Tageszeitungen in der Medienlandschaft, die das Funktionieren einer freien, demokratischen Gesellschaft erst ermöglicht, mit Zähnen und Klauen zu verteidigen." Theiss nannte in diesem Zusammenhang unter anderem die Gefahr des Wegfalls der Sozialversicherungsfreiheit für die 620-Mark-Jobs der Zeitungsausträger. Damit würde eine pünktliche Zustellung der Tageszeitung gefährdet. Entschieden sprach sich der Verbandsvorsitzende ferner gegen eine Zulassung von ARD und ZDF als Anbieter von Online-Diensten aus. Theiss forderte: "Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten müssen sich mit ihren Programmen, vor allem aber auch mit ihren neuen Online-Aktivitäten, aus den Bereichen heraushalten, die die Tageszeitungen zur Absicherung ihrer wirtschaftlichen Grundlage brauchen."

Der Präsident der Landesanstalt für Kommunikation (LfK), Thomas Hirschle, sagte, durch das geänderte Nutzungsverhalten von Medien, insbesondere der jungen Menschen, und durch die technischen Möglichkeiten, durch Digitalisierung und Datenkompression, seien alle Voraussetzungen für eine drastische Veränderung der Medienmärkte in der Bundesrepublik vorhanden. Der LfK-Präsident prophezeite, daß Marktabschottungsstrategien "in Zukunft gegen das Vordringen vielfältiger und neuer Angebotsformen im Medienbereich immer weniger Chancen" haben würden.

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