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03. Juli 2001 | Ausland

Anzeigeneinbrüche und Entlassungen bei US-Medien

Nicht nur in Deutschland, auch in den USA ist es in den letzten Monaten zu einem Einbruch bei den Werbeeinnahmen gekommen. Seit Beginn des Jahres 2001 leidet der gesamte Pressesektor in den USA unter starker Verlusten. Aufgrund der aktuellen Konjunkturflaute haben zahlreiche amerikanische Unternehmen ihre Werbeetats gekürzt. Zeitungs- und Zeitschriftenverlage, Hörfunk- und Fernsehsender sind davon betroffen. Allein im Mai 2001 fielen die Werbeeinnahmen der "New York Times" um 19,5 Prozent, nachdem sie im selben Vorjahresmonat noch um 21,2 Prozent gestiegen waren. Das "Wall Street Journal" verbuchte in den ersten fünf Monaten des Jahres 2001 Werbeeinbußen in Höhe von 34 Prozent; die "Washington Post" verzeichnete im selben Zeitraum einen Werberückgang von acht Prozent. Mittlerweile haben zahlreich amerikanische Blätter Belegschaftskürzungen angekündigt. Auch der Verlag der "New York Times" will wegen des deutlich abgeflauten Anzeigengeschäfts etwa 1.200 Mitarbeiter entlassen. Dazu erklärte Vorstandschef Russel T. Lewis, die "gesamte Branche und damit auch unser Unternehmen" habe seit Jahresbeginn einen steilen Rückgang des Anzeigenaufkommens erlebt. Um den Einnahmenverlust auszugleichen, habe man die Zeitungspreise erhöht, die redaktionellen Beiträge zurückgefahren und das Online-Angebot der "New York Times" verringert. Nun sollten etwa neun Prozent der 14.000 Mitarbeiter gekündigt werden. Neben den geplanten Entlassungen sollen ältere Mitarbeiter in den vorzeitigen Ruhestand geschickt und Planstellen gestrichen werden. Ferner hofft Lewis, wie die "Berliner Zeitung" berichtet, einige Führungskräfte mit großzügigen Abfindungen zum freiwilligen Rücktritt zu bewegen.

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