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02. Dezember 1999 | Allgemeines

Adressenangabe verletzt Persönlichkeitsrecht

Deutscher Presserat rügt "Stern", "Bravo" und "Hürriyet"

Der Beschwerdeausschuss des Deutschen Presserats hat anlässlich seiner Sitzung am 23. November 1999 in Bonn drei öffentliche Rügen gegen die Zeitschriften "Stern" und "Bravo" sowie die Tageszeitung "Hürriyet" ausgesprochen.

Auf eine Verletzung des Persönlichkeitsrechts nach Ziffer 8 Pressekodex erkannte das Selbstkontrollorgan im Fall des "Stern", der in einem Artikel über den mutmaßlichen Mörder Dieter Zurwehme detaillierte Angaben über Namen und Adresse von dessen Adoptivmutter machte. Die Jugendillustrierte "Bravo" wurde wegen eines Verstoßes gegen die journalistische Sorgfaltspflicht (Ziffer 2) gerügt. Die Zeitschrift hatte ein Interview mit einem Sektenbeauftragten ohne Rückfrage publiziert, obwohl dieser gebeten hatte, den Beitrag vor Veröffentlichung gegenzulesen. Ebenfalls gerügt wurde die Zeitung "Hürriyet für einen Beitrag, in dem behauptet wurde, dass ein Teilnehmer an einer Kurdendemonstration ein "PKK'ler" sei. Der Beschwerdeausschuss beurteilte diese Aussage als eine "unbewiesene und für den Betroffenen sehr schwerwiegende Tatsachenbehauptung", deren Veröffentlichung ein Verstoß gegen die journalistische Sorgfaltspflicht darstelle. Der Ausschuss behandelte insgesamt 15 Beschwerden. Dabei ergingen drei öffentliche Rügen, drei Missbilligungen und drei Hinweise.

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