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Neue Bewegtbild-Kooperationen mit öffentlich-rechtlichen Sendern

Das Südkurier Medienhaus (Konstanz) und der Südwestrundfunk (SWR) haben eine Zusammenarbeit im Onlinebereich vereinbart: Künftig übernimmt das Nachrichtenportal suedkurier.de Fernsehbeiträge vom SWR aus dessen Landesprogramm Baden-Württemberg. Die Zusammenarbeit sieht vor, dass der SWR regionale Nachrichtenbeiträge aus seinem Angebot dem Web-TV-Bereich von suedkurier.de mittels Verlinkung zur Verfügung stellt. Wie der „Südkurier“ mitteilt, bleibt das Fenster, in dem die Beiträge präsentiert werden, aufgrund der rechtlichen Vorgaben für den SWR werbefrei. Seit Anfang Februar 2009 beliefert auch der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) die Zeitungsgruppe Thüringen, die zur WAZ gehört, mit Bewegtbildinhalten. Die Zeitungsgruppe bezieht täglich drei bis vier Beiträge aus MDR-Sendungen für ihre Internet-Portale. Die Beiträge aus den Sendungen „Thüringen Journal“, „MDR aktuell“ und „Sport im Osten“, die zuvor im öffentlich-rechtlichen Fernsehen ausgestrahlt wurden, werden werbefrei und mit MDR-Logo auf den Internet-Portalen der Zeitungen gezeigt. Die Zusammenarbeit soll zunächst bis Ende 2009 befristet sein. Für die Nachverwertung von MDR-Beiträgen mit bewegten Bildern seien „marktübliche Konditionen“ vereinbart worden. Als erstes hatte die WAZ-Gruppe im März 2008 angekündigt, für das Onlineportal „DerWesten“ Videos des Westdeutschen Rundfunks (WDR) einzukaufen. Mittlerweile haben andere Verlagshäuser nachgezogen. Der Privatfunkverband VPRT hatte bereits im Sommer 2008 eine Rechtsaufsichtsbeschwerde gegen den WDR bei der Düsseldorfer Staatskanzlei eingereicht, über die bisher noch nicht entschieden wurde. Der VPRT bezweifelt, dass die Verlage marktgerechte Preise für die Videoübernahmen zahlen. Der Verband befürchtet eine Wettbewerbsverzerrung – zum Nachteil vor allem von RTL. Über ihre Tochtergesellschaft, infoNetwork, vermarktet RTL selbst Webvideos an Verlage. Eine erste Kooperation mit der „Rheinischen Post“ ist inzwischen beendet.


07. April 2009  1/2009

Quelle:

  • Südkurier, dpa, Financial Times Deutschland, textintern  
   





   
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