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Madsack arbeitet an Paid-Content-Modellen

Die Verlagsgruppe Madsack arbeitet an innovativen Onlineciensten, die sie nur noch gegen Bezahlung zugänglich machen will. Madsack-Geschäftsführer Andreas Arntzen bestätigte gegenüber dem Onlinemediendienst Meedia, das bereits an verschiedenen Produkten und Services gearbeitet werde und einige davon womöglich im nächsten Quartal ausprobiert werden. Dabei will Arntzen nicht die alten Fehler der Dotcom-Ära wiederholen und einfach versuchen, das Print-Geschäft ins Web zu verlängern. „Wir wollen versuchen, auf Basis der Bedürfnisse unserer User neue Angebote zu kreieren.“ Dass gerade in den vergangenen Wochen die Paid-Content-Diskussion immer heftiger geführt wurde, überrascht Arntzen wenig: „Die Verlage bezahlen viel Geld für die Erstellung redaktionell hochwertiger Inhalte und meistens verdienen andere Marktteilnehmer damit Geld. Außerdem gewöhnt sich unsere Gesellschaft mehr und mehr an ein Micropayment – von daher halte ich die Diskussion für nachvollziehbar und berechtigt.“ Dass Online-Qualitätsjournalismus sich nicht allein durch Werbung finanzieren lässt, gilt mittlerweile als gesichert. Der Verleger Hubert Burda stellte erst kürzlich fest, dass sich mit Werbung im Internet nur „lousy pennies“ verdienen lassen. Bei der finanziell angeschlagenen „New York Times“ denkt der Chefredakteur Bill Keller laut darüber nach, Geld für Artikel zu verlangen – 16 Monate, nachdem das Blatt sein altes Bezahl-Modell gekippt hat. Allerdings gibt es keine konkreten Pläne. Den Versuch, im Internet für journalistische Inhalte Geld zu verlangen, sah die Medienbranche bisher als gescheitert an. Es gibt wenige Ausnahmen, wie das „Wall Street Journal“, das sich online erfolgreich verkauft. Die Mehrheit der Verlage setzt auf weitestgehend kostenlose Portale. Weitere Informationen zum Thema „Paid Content“ finden sich in der Rubrik „Checkliste“.


07. April 2009  1/2009

Quelle:

  • Meedia.de, Welt.de, Süddeutsche Zeitung
   





   
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