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Googled – Das Ende der alten Welt

US-Beststeller-Autor Ken Auletta erzählt in dem Buch „Googled – The end oft he world as we know it“ weit mehr als die bekannte Google-Story. Auletta befasst sich vor allem mit Googles Auswirkungen auf das Old Media-Business. Auf über 300 Seiten schildert er, wie langsam und überheblich die US-Medienkonzerne reagiert haben – und wie hilflos sie heute Google gegenüberstehen. Auletta: „It is a story how the traditional media woke up to realize, o God, these guys are eating our lunch.“ Erzählt wird nicht ausschließlich die Google-Erfolgsstory, sondern Google dient eher als Beispiel, an dem der Autor sich entlang hangelt, um ein neues Business-Denken und deren Spielregeln zu erklären. Google wird als Speerspitze einer Reihe neuer Unternehmen gesehen, die das alte Media-Business auf den Kopf stellen und zunehmend auf den Kopf stellen werden. Bemerkenswert ist, dass es Auletta gelungen ist, Zugang zu Google und auch Sergey Brin sowie Larry Page zu bekommen. Kleine Anekdoten und Google-Insides machen das Buch außerordentlich interessant und unterhaltsam. Auletta ist der Ansicht, der Erfolg von Google liegt darin begründet, dass es von Ingenieuren geführt wird. Ingenieure denken grundlegend anders, für IT-Außenstehende scheint es oft wirr und chaotisch, aber genau in diesem Chaos und diesem Denken liegt der Erfolg. Auletta sieht aber auch Gefahren für Google, etwa durch Facebook, denn eine persönliche Produkt-Empfehlung hat beispielsweise für Menschen einen anderen Stellenwert, als mehrere tausend Suchergebnisse bei Google.

Ken Auletta: Googled – The end of the world as we know it. Penguin Group (USA) Inc. Sprache Englisch. Oktober 2009. 384 Seiten. ISBN: 1594202354.


24. Februar 2010  1/2010
   





   
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