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Rede von Prof. Ernst Elitz zur Geburtstagsparty für die Zeitung am 10. November 2005 in Berlin

Achte den Leser, gönne ihm ab und zu einen originellen Gedanken.

Ich bin gebeten worden, einige Worte zur aktuellen Situation der Zeitungen und über ihre Zukunft zu sagen. Zum Glück muß ich nicht über das Fernsehen reden. Dort gibt es inzwischen ein Dutzend Shopping-Kanäle, Popping-Kanäle und demnächst wahrscheinlich auch Auktions-Kanäle, in denen man unter Aufsicht des Bundeskartellamtes - das so genannte BÖGE-Fernsehen - Zeitungsverlage ersteigern kann.

Gemessen an diesem bunten Allerlei backen wir beim Deutschlandradio trockenes Brot. Dennoch stellt sich die Frage: Darf ein Radiointendant überhaupt die Zeitung loben? Sind wir nicht Konkurrenz? Sind wir nicht! Der passionierte Hörer stößt im Radio auf viele Themen, die er in der Zeitung in Ruhe nachlesen möchte. Denn das ist der Unterschied: Die elektronischen Medien zwingen dem Nutzer als lineare Medien ihr Tempo auf, bei der Zeitungslektüre aber kann der Begriffsstutzige ebenso wie der vorwärtsstürmende Intellekt die Geschwindigkeit der Informationsaufnahme und des Erkenntnisgewinns selber bestimmen. Er liest langsam oder schnell, überspringt Absätze oder blättert zurück. Die Zeitung respektiert die Individualität des Lesers. Sie ist ein Medium der individuellen Selbstbestimmung. Ein schöner Charakterzug. Und das seit 400 Jahren.

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Rede von BDZV-Präsident Helmut Heinen anlässlich der „Geburtstagsparty für die Zeitung“ Rede von BDZV-Präsident Helmut Heinen anlässlich der „Geburtstagsparty für die Zeitung“

Ich begrüße Sie auf das Herzlichste bei uns im Haus der Presse. Wir freuen uns sehr, dass Sie heute in so großer Zahl den Weg hierher gefunden haben. Tatsächlich haben wir, als in den vergangenen Tagen immer mehr Zusagen zu unserer kleinen Geburtstagsfeier in der Geschäftsstelle eintrafen, sogar überlegt, draußen ein Zelt aufzuschlagen. Aber dann gelangten wir doch zu der Überzeugung, dass Sie ja auch gekommen sind, um einen Blick auf unsere Schau der Berliner Zeitungen aus vier Jahrhunderten zu werfen. Und so bitte ich diejenigen, die im Moment ein bisschen gedrängt stehen, um ein Quäntchen Geduld. Ganz bewusst halten wir es heute mit dem Reden kurz. Danach haben Sie reichlich Gelegenheit, faksimilierte Titelseiten und Originale zu studieren - und natürlich vor allem unser Geburtstagskind in vielen Gesprächen hoch leben zu lassen.

Den meisten von Ihnen wird die Geschichte des Druckers Johann Carolus, der vor 400 Jahren im damals deutschen Straßburg die erste Zeitung der Welt druckte und verkaufte, bestens geläufig sein. Diese Zeitung, Relation genannt, markiert den Anfang einer ungeheueren Wirkungsgeschichte. Denn eines steht fest: ohne Zeitung keine Aufklärung, keine Meinungsfreiheit, keine Demokratie!

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