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Diskussionsergebnisse in Kürze

Zum Thema "Rathauszeitungen"

Herr Dr. Müller, Pressesprecher Deutscher Städtetag, erklärte "auswüchsige" Publizistik wie sie etwa in der "Lübecker Stadtzeitung" vorkäme, sei eine Ausnahme. Es sei weder Ziel noch Strategie der Gemeinden, in Wettbewerb mit lokalen oder regionalen Zeitungen zu treten. Wenn Kommunen zur Finanzierung ihrer Publikationen Anzeigen schalteten, so geschehe dies lediglich, um die städtischen Haushalte zu entlasten. Keinesfalls wolle man das Anzeigengeschäft der Verlage schädigen. Würde allerdings der redaktionelle Teil von Gemeindepublikationen durch den Anzeigenteil "erdrückt", könnte dies wettbewerbsrechtlich beanstandet werden.

Als Gegenreaktionen der Verlage wurden diskutiert:

mehr regionale Tiefe und bessere kommunalpolitische Berichterstattung, um der Ausbreitung von Amtsblättern und "Rathauszeitungen" gegenzusteuern.

den Anzeigenmarkt lückenlos für die Zeitung akquirieren

derartige Entwicklungen wachsam verfolgen

Zum Thema "metro"

Als Gegenreaktionen der Verlage wurden diskutiert:

Da die Erfolgaussichten eines Rechtsweges unsicher sind, sollten Zeitungsverlage sich mit Marktstrategien zur Wehr zu setzen.

Verlage, deren Verbreitungsgebiet in das Interesse eines solchen Projektes rückten, sollten bereits vor Start von "metro" oder eines ähnlichen Projektes publizistisch aktiv werden. Beispielhaft sei das Anzeigenblatt von "Göteborgs-Posten" (http://www.gp.se/), das - bestehend aus Berichten, die bereits in "Göteborgs-Posten" standen - an alle Nichtabonnenten-Haushalte verteilt wird, und für das ein günstiger Anzeigentarif gilt, sofern man vorher im Mutterblatt inseriert hat.

Man solle in eine Qualitätsoffensive gehen: journalistisch das leisten, wozu metro mit seinen fünf Redakteuren (in Göteborg) nicht in der Lage ist. Insbesondere gelte es Leserinteressen zu bedienen, die man zuvor eventuell vernachlässigt habe. Dies müsse auch öffentlichkeitswirksam präsentiert werden.

Betroffene Zeitungsverlage sollten in Gesprächen mit der Stadt bzw. den Verkehrsbetrieben auf die Gefahren eines solchen Projektes aufmerksam machen: Schädigung der örtlichen Zeitung, die auf Kosten des publizistischen Angebots in der Gemeinde ginge, letztlich zu Arbeitsplatzverlusten führen würde; Vorteile durch unentgeltliche Anzeigen in der kostenlosen Zeitung würden durch Verluste in Gewerbesteuereinnahmen aufgehoben.

Zum Thema "Zeitung zum Sonntag"

Die Diskussion wurde kontrovers geführt und gegensätzliche Meinungen standen sich auch am Ende gegenüber:

Dr. Kundrun verteidigt das Konzept "Zeitung zum Sonntag" mit dem Hinweis darauf, dies sei eine der Zeitungsbranche guttuende Innovation, die die örtliche Zeitung nicht schädige. "ZuS" sei ein "Elchtest für Gruner + Jahr auf der Teststrecke Freiburg". Nun, da die "Badische Zeitung" reagiert habe und ein sonntägliches Anzeigenblatt herausgebe, werde sich zeigen, ob die "ZuS" auch unter verschärften Bedingungen den "Elchtest" bestehen werde. Ist dies der Fall, wolle man in Regionen, die in ihrer soziodemographischen Struktur, der Einwohnerzahl und vom publizistischen Angebot her Freiburg nahe kommen, Ähnliches lancieren.

Herr Nienhaus forderte ebenso wie Herr Larass Herrn Dr. Kundrun auf, sich dem Wettbewerb am Kiosk und bei den Abonennten zu stellen. Sie verwahrten sich auch gegen den Vorwurf, in der Zeitungsbranche habe es in den vergangenen Jahren kaum Innovationen gegeben. Larass "Diese Feststellung trifft bei mir auf völliges Unverständnis. Denn wer die Entwicklung der regionalen und lokalen Zeitungen verfolgt, weiß wieviel sich da im Redaktionellen wie im Optischen getan hat." Innovationen entstünden in der Zeitungbranche nicht nur durch neue Produkte, sondern gerade auch durch die permanente Fortentwicklung bestehender.

Einhellig vertraten die Vertreter der Zeitungsbranche (Herr Bauer, Herr Nienhaus, Herr Larass, Herr Dr. Semmerow, Herr Baedeker) die Auffassung, den Sonntag als Tag vor dem montäglichen Einkauf - auch als Belegungstag für Werbekunden - wieder stärker publizistisch zu bedienen, gerade in größeren Städten sei dies sinnvoll. Man solle auch überlegen, den siebten Tag nicht allein den elektronischen Medien zu überlassen: Nicht nur Fernsehen auch aktueller Stoff zum Lesen soll dem Bürger sonntags geboten werden.