
400 Jahre Zeitung in Mainz – eine Bilanz
Allseits zufriedene Gesichter in Mainz: Die Jubiläumsausstellung „Schwarz auf weiß. 400 Jahre Zeitung – ein Medium macht Geschichte“ konnte binnen sieben Monaten 87.248 Besucher anziehen – und damit 24 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Tatsächlich war der Erfolg der Ausstellung so groß, dass sie über das ursprünglich geplante Ende zum Jahreswechsel hinaus noch bis zum 31. Januar 2006 geöffnet blieb. Dank der guten Besucherresonanz flossen auch 100.000 Euro mehr als erwartet in die Kassen des Gutenberg-Museums in Mainz. Sie sollen dem Projekt direkt zu Gute kommen. Denn mit dem Ende der Jubiläumsausstellung ist die Geschichte der Zeitung im Gutenberg-Museum noch lange nicht vorbei. Der Kurator der Ausstellung, Martin Welke, teilte am 10. Februar 2006 bei der Abschlusspressekonferenz mit, dass künftig die Geschichte der Zeitung in einer eigenen Abteilung des Museums auf gut 400m² dauerhaft dargestellt werden soll. Die Konzeption dieser neuen Museumsabteilung folgt in den Grundzügen der Jubiläumsausstellung, wobei die „um fast zwei Drittel reduzierte Fläche Grenzen“ setze. Gleichwohl kündigt Welke einen repräsentativen historischen Querschnitt zur Entwicklung des Nachrichtenwesens, des journalistischen Arbeitsalltags, des Kampfs um die Freiheit des Wortes, der technischen Zeitungsproduktion der vielfältigen Formen der Zeitungsrezeption an. Die gezeigten Stücke sind Bestandteil der „Stiftung Deutsches Zeitungsmuseum im Gutenberg-Museum Mainz“ durch den Kurator und seine Frau Sabine Welke. Der Mainzer Oberbürgermeister Jens Beutel würdigte die Ausstellung als „einzigartig“ im Blick auf die „inhaltliche Spannweite, den kulturhistorischen Wert der Exponate, den didaktischen Aufwand und die Qualität der visuellen Gestaltung“. Unter den Kooperationspartnern hob Beutel ganz besonders die „Allgemeine Zeitung“ Mainz hervor, die nicht nur „täglich eine Redaktion begleitend zur Ausstellung besetzt und zahllose Besucher darüber informiert“ habe, wie Zeitung gemacht wird, sondern die auch Kinderzeitungskurse und einen Schülerzeitungswettbewerb veranstaltet habe. Lob gab es auch für den Schirmherrn BDZV, der „mit einem originellen Online-Medienpaket viele interessante Informationen ergänzend zur Ausstellungswebsite zur Verfügung“ gestellt und wichtige Medialeistungen zur Zeitungsausstellung erbracht habe.
17. Februar 2006











