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Chris Anyanwu (Nigeria)

Drei Jahre nach Antritt einer Haftstrafe wegen eines Artikels über einen angeblichen Putschversuch in Nigeria, die auf 15 Jahre ausgesprochen war, wurde Chris Anyanwu im Juni 1998 aus dem Gefängnis entlassen. Als Herausgeberin der Zeitung The Sunday Magazine war sie 1995 zusammen mit drei weiteren Journalisten wegen "Veröffentlichung falscher Angaben" festgenommen worden.

Aus dem Gefängnis und bereit den Kampf fortzusetzen

J. Jesus Blancornelas (Mexico)

J. Jesus Blancornelas, Herausgeber der in Tijuana erscheinenden Wochenzeitschrift Zeta, wurde bei einem Attentat im November 1997 schwer verletzt. Sein Leibwächter kam bei dem Anschlag ums Leben. Blancornelas hatte über den Drogenhandel der Mafia recherchiert, der die Ermordung des Mitbegründers und Kolumnisten von Zeta, Hector Félix Miranda, zur Last gelegt wird. Blancornelas setzt seine Recherchen fort.

80.000 Dollar: Der Preis für einen (toten) Journalisten in Mexico

Doan Viet Hoat (Vietnam)

Doan Viet Hoat, Journalist, Dichter und Wissenschaftler, war von den letzen 22 Jahren 20 im Gefängnis. Zu seinen «Verbrechen» gehören, «ein Lakai des amerikanischen Imperialismus» zu sein, die Gründung einer reaktionären Organisation und die Veröffentlichung antikommunistischer Propaganda, alles bezeichnende Merkmale für die Ausübung seines Rechts auf freie Meinungsäusserung. Nach einer konzertierten internationalen Kampagne für seine Freilassung wurde der 58jährige Professor Hoat am 29. August 1998 aus dem Gefängnis entlassen und des Landes verwiesen. Er lebt jetzt mit Ehefrau und Kindern in den Vereinigten Staaten. Aus dem Exil setzt er seine Forderung nach grösserer Freiheit für Vietnam weiter fort und betreibt aktiv seine Rückkehr in sein Heimatland.

Pressefreiheit: "Der Feind der Korruption"

Faraj Sarkohi (Iran)

Faraj Sarkohi ist von beiden Regimen verfolgt worden, dem des Schahs und dem der Islamischen Republik. Insgesamt acht Jahre war er unter der Herrschaft des Schahs inhaftiert. Nach der Revolution 1979 setzte er seine Forderung nach mehr Pressefreiheit unermüdlich weiter fort. Im Dezember 1996 wurde Sarkohi von Beamten der Islamischen Republik festgenommen, der Spionage beschuldigt und bis Januar 1998 in Gefängnishaft genommen. Jetzt lebt er im Exil in Deutschland und setzt von dort seinen Kampf für das Recht auf freie Meinungsäusserung weiter fort. Faraj Sarkohi wurde jüngst mit der Goldenen Feder, dem Preis für Pressefreiheit, ausgezeichnet.

Dieser Artikel ist ein Auszug aus einem Essay, dessen vollständiger Text per E-Mail (contact_us@wan.asso.fr) oder über die Website der WAN (World Association of Newspapers) http://www.wan-press.orgerhältlich ist.

Im Iran wird die Saat der Freiheit ausgebracht

Milos Vasic (Serbien)

Milos Vasic wurde 1947 in Belgrad geboren, machte dort eine Ausbildung als Polizeibeamter und studierte Philosophie an der Belgrader Universität. Seit 1969 arbeitet er als Zeitungs- und Rundfunkjournalist mit vielen Veröffentlichungen in europäischen und US-Zeitungen. Vasic hat von Anfang an über den Krieg in Jugoslawien berichtet, sowohl direkt als auch in Form verteidigungspolitischer Analysen. Er ist seit 1997 Präsident des Verbandes Unabhängiger Journalisten Serbiens.

Die Berliner Mauer steht jetzt in Serbien

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