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Wenn die Masken wackeln

Von Konrad Schuller

Der Name Sergej Leschtschenkos lässt die Staatsmacht zusammenzucken. Dieser dünne, sehr junge und blasse Journalist, mit dem sich ukrainische Minister gegenseitig erschrecken, ist mutig. Und er hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Machenschaften des ukrainischen Präsidenten Janukowitsch aufzudecken.

KIEW, im Juni   

Wer diese Straße zu Ende fährt, vorbei an den bunten Lämpchen der Fan-Meile und hinunter zum Strom, dann unter den Kuppeln des Michaelsklosters durch die lärmende Unterstadt Podil aus Kiew hinaus, der steht irgendwann vor den Toren des Präsidenten. Wer aber diese Tore betrachtet, mehrfach hintereinander gestaffelt, außen aus grauem Stahl, weiter innen aber prachtvoll vergoldet in lustvollen Schnörkeln, der versteht ein wenig mehr von Viktor Janukowitsch.   

Der Präsident der Ukraine achtet aufs Dekorum. Wenn er seinen vergoldeten Audienzsaal betritt, flüstern seine Helfer "Aufstehen!", wenn er einen Hubschrauber anschafft, dann auf Augenhöhe mit Obama oder Putin. Wer seinen Stolz verletzt, kann im Gefängnis landen. Einer aber, der aufs Dekorum pfeift, fährt gerade diese Straße hinaus, und wer wissen will, was das für einer ist, der sehe sich dieses Video an. Es ist heimlich aufgenommen, zwei ukrainische Minister-Millionäre plaudern, was ukrainische Minister-Millionäre eben so plaudern. Der eine, Boris Kolesnikow, ist unzufrieden, weil der andere, Andrij Kljujew, eine Straße hinaus zu den Villen der Großen anscheinend nur akkurat bis zu seinem eigenen Haus hat ausbauen lassen und keinen Kilometer weiter. Kolesnikow (streng): "Schau her. Sie kommt bis zu deinem Haus, in vier Spuren. Hör mir zu." Kljujew (verwirrt): "Nein ..." Kolesnikow (mit bösem Lächeln): "Ich bring das zur ,Ukrainska Prawda' ...Gleich kommt Leschtschenko zum Interview."   

Sergej Leschtschenko: Der Mann, mit dem sich ukrainische Minister gegenseitig erschrecken und der sich jetzt aufgemacht hat zu den Toren des Präsidenten, wirkt auf den ersten Blick sehr dünn, sehr jung und sehr blass. Erstaunlich unauffällig kommt er daher für einen, der in den letzten Jahren neben der gefangenen Oppositionsführerin Julija Timoschenko zur größten Gefahr für das Dekorum Janukowitschs geworden ist. Leschtschenko läuft ein wenig vorgebeugt, er ist nie gut rasiert, und in seinen ausgewaschenen T-Shirts lächelt er immer leicht geniert durch die Brillengläser, so als wolle er sich gerade für irgendetwas Peinliches entschuldigen. Jetzt sitzt er am Steuer, es geht ins Grüne, und so ungewöhnlich wie sein Auftreten ist sein Auto. Anders nämlich als all die anderen gefährlichen Männer, vor denen man heute Angst hat in der Ukraine, fährt er keinen dieser deutschen Gangster-Jeepoide, ohne die ein ukrainisches Ministerleben heute nicht mehr denkbar ist, tonnenschwer, schwarz, mit getönten Scheiben, sondern billiges Dünnblech aus Japan oder Korea.   

Und trotzdem ist "Leschtschenko anrufen" selbst unter örtlichen Mehrfach-Mercedesbesitzern keine belanglose Drohung. Der Mann, der jetzt gerade, kurz vor dem Endspiel der Fußball-Europameisterschaft an diesem Sonntag in Kiew, in seinem Auto auf diese herrliche Schnellstraße einbiegt, ist der vielleicht gefährlichste Journalist der Ukraine, auf jeden Fall aber der gnadenloseste Rechercheur der Internet-Zeitung "Ukrainska Prawda". Die "Prawda" wiederum, berühmt geworden durch ihren im Jahre 2000 ermordeten Chefredakteur Georgij Gongadse, dessen bis heute nicht aufgeklärter Tod ein Auslöser für die "Revolution in Orange" von 2004 war, ist in der gelenkten Medienlandschaft dieses Landes eine der wichtigsten unabhängigen Stimmen. Das Bloßstellen von Minister-Millionären ist ihre Spezialität. Die Schweizer Platinuhren und Liechtensteiner Briefkastenfirmen der Präsidentenberater, die korrupten Ausschreibungen für die Stadien und Straßen der Europameisterschaft, all das deckt sie auf, akribisch, erbarmungslos. Wenn die "Prawda" anruft, wackeln die Masken, und hinter den Gouverneuren und Generalstaatsanwälten kommen die Hütchenspieler ans Licht, und die Mützendiebe.   

Kiew liegt hinter uns, die Piste ist wunderbar, breit und glatt. Wälder und Wiesen ziehen vorbei, Bauernkaten, schlafende Katzen, barfüßige Buben in der Sommerhitze. "Schöne Straße, nicht wahr", sagt Leschtschenko. "Fast wie in der Schweiz."   

Er fährt nicht zufällig hier entlang. Denn da, wo die Ausbaustrecke aufhört, im schläfrigen Dörfchen Nowi Petriwzi am Ufer des "Kiewer Meers", wie der gewaltige Dnjepr-Stausee zwischen der ukrainischen Hauptstadt und dem Kraftwerk Tschernobyl, 130 Kilometer weiter nördlich, genannt wird, steht zwischen schattigen Wäldern die geheimnisvollste Villa des Landes: Das Anwesen Meschihirija, einst ein versunkenes Kloster, später Staatsherberge sowjetischer Generalsekretäre, heute der Wohnsitz Viktor Janukowitschs. Die Geschichte von Meschihirija aber ist die explosivste Geschichte, die Leschtschenko je geschrieben hat - und für das Dekorum des Präsidenten ist sie beinahe so verheerend wie die täglichen Bulletins über die Gesundheit der eingesperrten Oppositionsführerin Julija Timoschenko.   

Das fängt mit dieser Straße an. Schön ist sie, vierspurig, nachts mit Beleuchtung. Aber warum so ein teures Juwel hinaus zu den Käffern des Kiewer Nordens? Warum so ein teures Schmuckstück ins Nichts, wo doch die wichtigste Fernstrecke des Landes, die Landstraße Kiew - Charkiw, bis heute die reine Katastrophe ist, eine der tückischsten Fan-Fallen dieser Europameisterschaft? Infrastrukturausbau für das Turnier, haben die Behörden zunächst gesagt; aber wieso eigentlich? Hier ist kein Stadion, kein Flughafen, kein Hotel.   

Im Dörfchen Nowi Petriwzi - Kartoffeläcker, krumme Zäune, dreibeinige Hunde - hat Leschtschenko sein Auto geparkt. Ein Trampelpfad am Hochufer des Stausees, Gestrüpp, dösende Kühe. Plötzlich eine barsche Donnerstimme: "Was haben wir da!? Dokumente!" Der Blick hebt sich, und da ist diese Wand in der offenen Landschaft, unbeirrt quer über die Äcker, durch die Wiesen, zum Fluss, in den Wald. Vor der Wand aber steht einer im Tarnanzug und brüllt.   

Wer schon immer wissen wollte, wie ukrainische Journalisten, die auf sich halten, mit der Sonderpolizei "Berkut" umgehen, der lasse jetzt die Augen nicht von Sergej Leschtschenko. Dieser schmale Typ, kaum über dreißig, ein halbes Hemd, und immer so betreten grinsend, als habe man ihn mit dem Finger in der Nase erwischt, gilt in den Kreisen der Milliardäre und Minister nicht umsonst als "gemeingefährlich"; Janukowitschs Vorgänger Juschtschenko hat ihn einmal einen "Killer" genannt, als er in der "Prawda" die luxuriösen Neigungen seines Sohnes (BMW M6, Champagner, Vertu-Telefon) bloßstellte. Juschtschenko empfahl damals erregt, dem Journalisten mit seinen Beweispapieren doch "die Schnauze" zu stopfen.   

Leschtschenko also hört das Bellen aus der kugelsicheren Weste, und im selben Augenblick geht mit seinem Lächeln etwas Bemerkenswertes vor: ein Mundwinkel bleibt angehoben, der andere aber zieht sich abwärts, als sei ihm etwas Übelriechendes unter die Nase geraten. Die Augen werden eng, er lässt den Brüllenden vom Zaun her ganz nahe herankommen. Dann sagt er leise, in erlesener Höflichkeit: "Zuerst bitte Ihre". Der Kugelsichere schnaubt. "Meine was?" Leschtschenko, flötend: "Ihre Papiere vielleicht ...? Die Vorschriften, Sie wissen ..." Der Milizionär stutzt. Er weiß zwar, dass jeder Bürger der Ukraine das Recht hat, sich von jedem Beamten der Miliz den Ausweis zeigen zu lassen, aber er weiß auch, dass Bürger der Ukraine von diesem Recht gemeinhin keinen Gebrauch machen, weil sie vor Beamten der Miliz Angst haben. Der Beamte verliert Fahrt, der Donner verebbt, dann fummelt er unter der Panzerweste an der Hemdtasche, sucht anscheinend seinen Ausweis. Offenbar weiß er nicht recht, was er jetzt weiter bellen soll, denn vor dem Gesetz hat ja jeder Bürger das Recht, an schönen Sommertagen über die Trampelpfade am Kiewer Meer zu spazieren. Der Gepanzerte holt ein Telefon aus einer seiner zahllosen Waffentaschen und erbittet neue Befehle.   

Jetzt kann Leschtschenko also noch einmal die Geschichte erzählen, welche die "Prawda" seit Monaten in mehreren detaillierten Artikeln erzählt hat und die dem Ruf des Präsidenten mittlerweile mindestens so abträglich ist wie blaue Flecken an den Körpern misshandelter Oppositionsführerinnen. Die Geschichte hat verblüffende Ähnlichkeit mit all den anderen skandalösen Privatisierungsgeschichten, die in den letzten Jahren das Ansehen Janukowitschs ruiniert haben. Immer wieder ist dabei Staatseigentum zu lächerlichen Preisen an Freunde und Verwandte von Ministern und Präsidenten verscherbelt worden, hier ein Grundstück, dort ein Stahlwerk, und stets sind die Profiteure solcher korrupter Geschäfte bis heute hinter den Schleiern undurchsichtiger Tarnfirmen in Liechtenstein oder auf den British Virgin Islands versteckt geblieben.   

Die Geschichte von Meschihirija, dem geheimnisvollen Anwesen jenseits des Zauns, mit seinen etwa 140 Hektar an Parks, Wiesen und Waldungen, seinen herrlich im Jagdhausstil ausgeführten Palästen, seinen Golf- und Tennisplätzen, Schwimmbecken und Hubschrauberlandeplätzen, ist eine dieser Geschichten, und das Brisante an ihr sind weniger die Details von Luxus und Lüstern hinter dem Zaun, sondern die Informationen, die die "Ukrainska Prawda" über die Eigentumsverhältnisse dieser vor fünf Jahren privatisierten Latifundie zusammengetragen hat. Leschtschenko nämlich will eine Kette von Briefkastenadressen identifiziert haben, die nach seiner Darstellung zur Liechtensteinischen Firma P&A Corporate Services Trust führt, bei der sich die Spur der Besitzer scheinbar verliert. Schlussfolgerung des Rechercheurs: der heimliche Profiteur der Privatisierung von Meschihirija ist der Präsident selbst.   

Leschtschenko führt für seine These eine Reihe von Indizien an. Janukowitsch hatte das Staatsgut, das früher die Spitzen der sowjetischen Führung beherbergte, schon bewohnt, als er unter der Ägide des autoritären Präsidenten Leonid Kutschma zum ersten Mal Ministerpräsident war. 2007, kurz vor dem Ende seiner zweiten Amtszeit als Regierungschef, unmittelbar bevor seine Erzfeindin Julija Timoschenko ihn in einer freien und fairen Wahl vorübergehend von der Macht verdrängte, war diese Perle des Staatsschatzes dann aber plötzlich über Mittelleute an ein Unternehmen im Donbass vergeben worden - an das erste Glied jener Kette, die nach Leschtschenkos Darstellung über mehrere falsche Fährten schließlich zu einer Adresse in Liechtenstein führt.   

Leschtschenko nun ist überzeugt, die Glieder der Kette identifiziert zu haben. Er nennt in seinen Artikeln Unternehmen in Janukowitschs Heimatregion, dem Donbass, er weist auf eine österreichische Firma hin, die den Behörden gegenüber "null" Angestellte angibt, und er erwähnt ein englisches Unternehmen, das nach Recherchen dieser Zeitung in Fachdiensten eine Zeitlang als "dormant" (schlafend) geführt wurde.   

Leschtschenko gibt aber auch an, Hinweise darauf zu haben, dass die Sippe Janukowitschs in diesen Konstruktionen eine konkrete Rolle spielen könnte. Er weist darauf hin, dass der Direktor einer der zwischengeschalteten Eigentümerfirmen zugleich ein Rechtsberater und Geschäftsfreund der Präsidentenfamilie sei - der "Conciliere" des Clans, wie es in der "Prawda" heißt. In strengem Sinn sind das zwar noch keine Beweise dafür, dass Janukowitsch das Gut Meschihirija heimlich in seinen Besitz genommen hat, aber für jeden, der die Regierungspraktiken der Ukraine kennt, gehen bei solchen Konstruktionen Warnlampen an. Leschtschenkos Schlussfolgerung im Gespräch mit dieser Zeitung: "Es gibt genügend Hinweise darauf, dass Meschihirija Janukowitsch gehört".   

Die Kanzlei des Präsidenten hat dagegen auf Anfrage dieser Zeitung mitgeteilt, dass Janukowitsch in Meschihirija nur eine kleine Parzelle von 1,76 Hektar besitze. Fragen zu den Eigentümern der übrigen etwa 140 Hektar, zu beteiligten Firmen und eventuellen Mittelsmännern könnten allerdings nicht als "Bitte um Auskunft" behandelt werden, weil diese Art der Auskunft nicht unter das Ukrainische "Gesetz über den Zugang zu öffentlichen Informationen" falle. Der liechtensteinische "P&A Corporate Services Trust", Leschtschenko zufolge die Tarnadresse des Präsidenten, hat dieser Zeitung mitgeteilt, man habe "bisher in keiner Weise" für die "Person des Herrn Janukowitsch gehandelt". Allerdings sei gegenwärtig eine "Sorgfaltspflichtprüfung" im Gang, um eventuelle "Beziehungen von beteiligten Personen festzustellen". Diese Prüfung sei "noch nicht abgeschlossen".   

Ein schmaler Mann mit leicht geniertem Lächeln steht vor dem Tor der Macht und ruft "Haltet den Dieb!". Warum tut einer so etwas? Georgij Gongadse, der bis heute berühmteste Journalist der "Ukrainska Prawda", war vor zwölf Jahren plötzlich spurlos verschwunden, nachdem er den Mächtigen jener Tage, unter anderem dem damaligen Präsidenten Kutschma, einem Ziehvater Janukowitschs, lästig geworden war. Später fand man seinen enthaupteten Leichnam im Wald. Eine später aufgetauchte Tonbandaufnahme, auf der eine Stimme, die für manche derjenigen Kutschmas ähnelt, empfiehlt, ihm "die Hosen herunterzuziehen" und ihn "den Tschetschenen" zu geben, war zwar 2004 einer der Auslöser der demokratischen "Revolution in Orange", aber die Hintermänner der Tat sind bis heute nicht identifiziert, ein Verfahren gegen Kutschma wurde vor wenigen Tagen endgültig eingestellt. Der ermordete Gongadse aber hatte Leschtschenko vor zwölf Jahren, nur wenige Wochen vor seinem Verschwinden noch persönlich bei der "Prawda" eingestellt, und vielleicht, sagt Leschtschenko heute, ist neben all dem anderen, neben Gerechtigkeitssinn und Abenteuerlust, genau dies der Motor seiner Arbeit: so ein Gefühl der Verpflichtung, das "Post-Gongadse-Syndrom": "Das haben wir alle bei der ,Prawda."'   

Die Macht hat ihn bisher in Ruhe gelassen. Es gibt keine Drohungen, keine Schikanen wegen seiner Enthüllungen. Der Präsidentenpalast ignoriert ihn. "Vielleicht", sagt er, "schützt uns Gongadse", der tote Chef. So macht er also weiter. Er schreibt über den sündhaft teuren Hubschrauber des Präsidialamts (Agusta Westland 139, ein Ferrari der Lüfte), dass die Firma, die ihn geliefert habe, mit den Unternehmen verbunden sei, die auch Meschihirija besitzen sollen, und er folgert ganz offen, Janukowitsch vermarkte zu Lasten der Staatskasse "Hubschrauber an sich selbst" - was die Präsidentenkanzlei dieser Zeitung gegenüber nur mit einem Hinweis auf die "Transparenz" des Vergabeverfahrens bei der Staatsfirma "Ukraina" sowie damit kommentiert, dass über deren Aktivitäten regelmäßig informiert werde. Außerdem hat Leschtschenko dargelegt, wie die Präsidialverwaltung in Meschihirija für den Präsidenten Arbeitsräume anmietet ("Stellen Sie sich nur vor, das deutsche Kanzleramt würde eine Eigentumswohnung Angela Merkels anmieten") und wie die Familie des Präsidenten (sein Sohn Olexandr besitzt laut Forbes mittlerweile 100 Millionen Dollar) ihren Reichtum vermehrt.   

Später hat der Kugelsichere dann doch noch einen Befehlshaber ans Telefon bekommen, einen ebenso schussfesten Leutnant, und der hat dann, als auch er endlich sein begrüßendes "Papiere!" gebellt hatte, schließlich auch nichts anderes feststellen können, als dass dieser schmächtige Typ erstens seine Rechte kennt und dass es zweitens, Tor hin, Tor her, keinen Grund gibt, warum ein Bürger der Ukraine nicht an einem schönen Sommertag über die Wiesen spazieren sollte. Zur Sicherheit hat dann aber der Leutnant nach einigen Telefonaten noch einen Major geholt. Leschtschenko blieb bis zuletzt ausgesucht höflich. Er fotografierte schüchtern die ordnungsgemäß, wenn auch widerwillig vorgewiesenen Ausweise der Bewaffneten, und nur dieses leichte Zucken um den Mund erinnerte momentweise an einen, in dessen Nase ein übler Geruch steigt.