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Verhandlungen für neue Redakteurstarifverträge vertagt

Die heutige zweite Runde der Verhandlungen für neue Redakteurstarifverträge wurde ohne greifbares Ergebnis auf den 29. September 2008 in Berlin vertagt.

Die Verlegervertreter betonten in den Verhandlungen, dass der Deutsche Journalisten-Verband und die dju in ver.di immer noch einer Fehleinschätzung über die wirtschaftliche Situation der Zeitungsbranche unterlägen. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen müssten aber die entscheidende Grundlage für den Tarifabschluss bilden.  Die Zeitungen würden - ebenso wie andere Medien - von den Auswirkungen der Werbezurückhaltung in der Wirtschaft erfasst, erklärte der Verhandlungsführer des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), Werner Hundhausen. Auch sei nach wie vor ein Auflagenrückgang zu verzeichnen. Das Umsatzniveau der Zeitungsbranche liege aktuell bei den Mitte der 90er Jahre erzielten Werten, und dies zu den Kosten des Jahres 2008.

Erst wenn das von den Gewerkschaften anerkannt werde, sei ein konkretes Angebot der Verleger zum Gehaltstarifvertrag (GTV) denkbar. Dann sei der BDZV auch bereit, zunächst den GTV abzuschließen und danach über die anderen Tarifmaterien, wie die Vereinbarung redakteursspezifischer Tarifregelungen für Onlineredakteure, Manteltarifvertrag etc., zu verhandeln. Hundhausen betonte, auch der BDZV wolle „zügig ein realistisches Verhandlungsergebnis für die Redakteure erreichen“, das dazu beitrage, den Flächentarifvertrag langfristig zu sichern. Dabei werde es darauf ankommen, mit sinnvollen Lösungen eine verlässliche tarifliche Orientierung für die Zukunft von Mitarbeitern und Verlagen auf den Weg zu bringen.


04. September 2008
   





   
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