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Tarifverhandlungen unterbrochen

BDZV legt erstes Angebot vor

Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) hat heute in der dritten Verhandlungsrunde in Berlin mit dem Deutschen Journalisten-Verband (DJV) und der dju in ver.di über einen neuen Gehalts- (GTV) und einen neuen Manteltarifvertrag (MTV) für Redakteure an Tageszeitungen ein erstes Angebot vorgelegt.

Der Verhandlungsführer der Zeitungsverleger, Werner Hundhausen, wies dabei auf die nach wie vor schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Zeitungsverlage hin. In den zurückliegenden Jahren sei das Anzeigenvolumen um mehr als 40 Prozent zurückgegangen, die verkaufte Auflage sei weiterhin leicht rückläufig. 

Für Gehaltsverbesserungen gebe es daher eigentlich keinen Spielraum, so der BDZV. Im Bereich des Manteltarifvertrags sei es im Gegenteil vielmehr gerechtfertigt, deutliche Kürzungen der Zusatzleistungen vorzunehmen. Gleichwohl sei der BDZV bereit, den MTV unverändert bis Ende 2010 zu belassen, wenn der Abschluss des neuen GTV den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Rechnung trage.

Vor diesem Hintergrund haben die Zeitungsverleger angeboten, die Tarifgehälter im ersten Jahr um 2,X Prozent anzuheben. Der Wert im zweiten Jahr müsse darunter liegen. Was die anderen Tarifmaterien, wie tarifliche Behandlung von Onlineredakteuren, Arbeit am Newsdesk beziehungsweise im Newsroom und Weiterbildung etc., angehe, könnten über diese Themen nach Abschluss des GTV zügig Verhandlungen beginnen. 

Termin und Ort der vierten Verhandlungsrunde stehen noch nicht fest.


29. September 2008
   





   
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