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FAQ zum Leistungsschutzrecht für Verlage

1. Was ist das Leistungsschutzrecht für Verlage?
Leistungsschutzrechte schützen „Personen“, die zwar selbst nicht Urheber sind, die aber bei der Vermittlung urheberrechtlich geschützter Werke eine erhebliche Rolle spielen. Dazu gehören Unternehmen, die für die Verbreitung urheberrechtlich geschützter Werke unabdingbar sind. Anders als das personenbezogene Urheberrecht hat das Leistungsschutzrecht einen unternehmensbezogenen, wettbewerbs- und investitionsschutzrechtlichen Charakter.

 

2. Warum ist das Leistungsschutzrecht für Verlage notwendig?
Mit zunehmender Digitalisierung der Presse werden Rechte am geistigen Eigentum zum zentralen Erfolgsfaktor. Verlage besitzen heute kein Eigentumsrecht an den Früchten ihrer Arbeit. Das stellt einen erheblichen Wettbewerbsnachteil auf den digitalen Märkten der Gegenwart und Zukunft dar. 

 

3. Warum benötigen die Verlage ein eigenes Recht?
Die Verleger benötigen eine einklagbare Rechtsposition, um ihre Rechte überhaupt erst mit Aussicht auf Erfolg verfolgen zu können. 

 

4. Wie ist das Leistungsschutzrecht für Verlage urheberrechtlich begründet?
Anders als noch vor zwanzig Jahren ist es in der digitalen Welt unabdingbar, den Presseverlegern ein Leistungsschutzrecht an ihren Presseerzeugnissen zuzugestehen. Ein solches Recht ist etwas Normales im Urheberrecht, was die Leistungsschutzrechte für Sendeunternehmen, Tonträgerhersteller, Konzertveranstalter und andere Werkmittler belegen.

 

5. Wird es eine Zwangsabgabe geben?
Nein, denn die Verlage bekennen sich zum Prinzip der Freiwilligkeit. Es wird keine Zwangsabgaben, keine Online-GEZ geben. Wer die Internetangebote der Verlage gewerblich verwerten möchte, schließt einen Lizenzvertrag ab.

 

6. Wird durch das Leistungsschutzrecht für Verlage das Zitatrecht eingeschränkt?
Nein, Zitieren bleibt weiter frei und kostenlos.

 

7. Werden durch das Leistungsschutzrecht für Verlage Verlinkungen kostenpflichtig?
Nein, Links bleiben weiter frei und kostenlos.

 

8. Bleiben Privatkopien erlaubt?
Ja, privates Kopieren bleibt weiter frei und wird wie bislang durch die entsprechenden Abgaben vergütet. 

 

9. Wird das Lesen von Presseartikeln im Internet durch das Leistungsschutzrecht für Verlage kostenpflichtig?
Nein, das Lesen bleibt weiter frei und kostenlos.

 

10. Wird die Sprache durch das Leistungsschutzrecht für Verlage monopolisiert?
Nein, die Sprache bleibt frei. Sie wird nicht monopolisiert.

 

11. Besteht eine Abschlusspflicht?
Nein, die Verlage verpflichten sich, mit jedem gewerblichen Nutzer ihrer Internet-Angebote, der dies wünscht, einen Lizenzvertrag abzuschließen. Denn die Verlage bekennen sich zum Prinzip der Freiwilligkeit. Keine Zwangsabgaben, keine GEZ. Wer die Internet-Angebote der Verlage gewerblich verwerten möchte, schließt einen Lizenzvertrag ab.

 

12. Was bedeutet die Verwertung über eine Verwertungsgesellschaft?
Das bedeutet, dass das Leistungsschutzrecht von einer Verwertungsgesellschaft wahrgenommen wird. Nach geltendem Recht unterstehen Verwertungsgesellschaften strenger staatlicher Aufsicht. Das gilt auch für die Verwertungsgesellschaft, die später Verlagsrechte wahrnimmt. Sie stellt Tarife auf, die von der Aufsicht genehmigt werden müssen und von allen Betroffenen beklagt werden können. Auf Basis rechtsgültiger Tarife ist jede Verwertungsgesellschaft kontrahierungspflichtig.

 

13. Welche Auswirkungen hat das Leistungsschutzrecht für Verlage auf die Autoren?
Das Urheberrecht der Autoren bleibt vom Leistungsschutzrecht für Presseverleger unberührt. Beide Rechte stehen wie in allen anderen kreativen Branchen trennscharf nebeneinander. Autoren erleiden keinerlei Nachteile. Sie werden an den Erträgen des Leistungsschutzrechts beteiligt. Sie können ihre eigenen Autorenrechte wie bisher beliebig verwerten.


14. Welche Industrien verfügen bereits über ein eigenes Leistungsschutzrecht?
Unter anderem verfügen die Filmhersteller, Tonträgerhersteller, Sendeunternehmen, Datenbankhersteller über ein Leistungsschutzrecht. Es ist daher nicht einzusehen, dass ein solches Recht den Presseverlegern vorenthalten werden sollte. 

 

15. Wie ist die Situation in anderen Ländern?
Unterschiedlich ausgeformte Leistungsschutzrechte oder Ansätze dazu gibt es u.a. im Vereinigten Königreich (Publishers‘ Right), ferner in den Niederlanden, außerdem in Japan und Finnland; Ungarn und Tschechien kennen eine Reprografievergütung zugunsten der Verleger. Aktuell gibt es außerdem in Frankreich, Österreich, Polen, der Schweiz sowie Italien Initiativen zur Einführung eines Leistungsschutzrechts für Presseverlage.

 

   





   
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