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Tarifverhandlungen 2016

Aktuelle Informationen zu den Tarifverhandlungen finden Sie auf dieser Seite sowie über Twitter @bdzvpresse unter #tvtz16.

Der BDZV hat in den Verhandlungen zum Gehaltstarifvertrag 2016 auf das „Tarifwerk Zukunft“ gebaut. Es bildet den Rahmen, in dem sich Verlage und Gewerkschaften bereits 2014 ihrer gemeinsamen Verantwortung für die Zukunft der Branche gestellt haben. Aktuell stehen die Zeitungen vor drei zentralen Herausforderungen:

  • Wirtschaftlich handlungsfähig bleiben
  • Regionale Unterschiede beachten
  • Langfristige Planung ermöglichen

 

Download Plakat (PDF): DIN A3 DIN A4

18. November 2013 |

Rundschreiben Nr. 14/2013 - Richtigstellung der gewerkschaftlichen Pressemeldungen

Im Nachgang der 5. Verhandlungsrunde haben die Gewerkschaften irreführende Informationen über die Angebote des BDZV in Umlauf gebracht. Eine Richtigstellung dieser finden Sie in diesem Rundschreiben.

Sehr geehrte Damen und Herren,


mit unserem Rundschreiben vom 11. November 2013 zum Inhalt der fünften Tarifverhandlungen über den Neuabschluss des Gehaltstarifvertrags für Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen (GTV/Redakteure) in Berlin hatten wir Sie darüber unterrichtet, dass der BDZV ein umfassendes Angebot vorgelegt hat. Darin wurden die verschiedenen Parameter erstmals konkret beziffert. Die Details finden Sie im Rundschreiben Nr. 13 Kurzfristig stand damit zwar das Thema Gehalt im Vordergrund, doch wird derzeit über vier verschiedene Tarifverträge verhandelt, wobei die Forderungen der Verlegerseite als ein Gesamtpaket und keinesfalls kumulativ zu verstehen sind.


Wie Sie dagegen der in Auszügen beigefügten Öffentlichkeitsarbeit der beiden Gewerkschaften entnehmen können, haben diese unsere Forderungen nicht nur falsch wiedergegeben, sondern dadurch in der Öffentlichkeit ein verzerrtes Bild des Verhandlungsgeschehens gezeichnet. So unterstellen DJV und dju der Verlegerseite fälschlicherweise u. a. Einsparungen bei den Sonderzahlungen "im Schnitt von über 20 % beim Urlaubsgeld und bis zu 40 % beim Weihnachtsgeld".

Richtig ist hingegen, dass wir lediglich eine Absenkung der Jahressonderleistung und des Urlaubsgeldes von 1,75 Monatsgehältern um 0,25 Monatsgehälter auf 1,50 Monatsgehälter sowie eine Festschreibung der sich daraus ergebenden Beträge im MTV fordern, um eine fortlaufende indirekte Erhöhung der beiden Einmalzahlungen aufgrund möglicher linearer Erhöhungen der zugrundeliegenden Bruttogehälter perspektivisch zu vermeiden. Diese Veränderung bedeutet eine direkte prozentuale Absenkung der Sonderleistungen um knapp 15 % (Gemessen am Gesamtjahresgehalt ist dies eine Absenkung um unter 2 %.)


Zugleich wollen wir den Verlagen die Möglichkeit eröffnen, die Jahressonderleistung unter Beachtung der betrieblichen Mitbestimmungsrechte auch als erfolgsabhängige Vergütung zu gestalten, wobei es dabei auch eine Bezahlung für eine Übererfüllung der gesetzten Ziele von bis zu zusätzlichen 50 % der Jahressonderleistung geben kann.

Unerwähnt lassen die beiden Gewerkschaften auch, dass unbesehen einer neuen Tarifsystematik im Rahmen einer Besitzstandsregelung die bisher erreichten monatlichen Tarifgehälter nicht abgesenkt werden und weiterhin Bezugspunkt für die Errechnung der um knapp 15 % geminderten Jahressonderleistung bleiben sollen. Auch bei einer Streichung der Erhöhungsstaffel der Urlaubstage von 30 auf bis zu 34 Tage soll es im Rahmen einer Besitzstandsregelung bei den bisher erreichten Urlaubstagen bleiben. Eine Kürzung findet also auch hier nicht statt. Schließlich haben wir bei der geforderten Neuregelung der Berufsjahresstaffel angeboten, die bisher nach der alten Berufsjahresstaffel erreichten Tarifgehälter unangetastet zu lassen, so dass auch hier keine Absenkung erfolgt.


Gewissermaßen als Kompensation für die sofort wirkende Absenkung der beiden Jahressonderleistungen haben wir für das Jahr 2014 eine Einmalzahlung und für das Jahr 2015 eine lineare Erhöhung der Monatsgehälter von 1,4 % angeboten. Insofern tasten wir den Status-Quo - rechnerisch betrachtet - nicht an.


Perspektivisch werden die Redakteure lediglich auf etwas verzichten, was sie ohnehin noch nicht hatten.


Bei Gehältern, die bei einem qualifizierten Berufseinstieg schon Jahresbeträge von deutlich mehr als 40.000 Euro zuzüglich einer zum großen Teil vom Verlag finanzierten Altersversorgung aufweisen, von einem Weg in das journalistische Prekariat zu sprechen, wie das in Baden-Württemberg auf Seiten der Gewerkschaften jüngst der Fall war, verhöhnt diejenigen, die wirklich in prekären Verhältnissen leben, und lässt jedes Maß an Einsicht in die schwierigen Marktbedingungen vermissen.


In Anbetracht der von den beiden Gewerkschaften bei der fünften Verhandlungsrunde erweiternd aufgestellten Mantel-Forderungen stellt sich ohnehin die Frage der Finanzierbarkeit. Wie Sie der ebenfalls beigefügten Übersicht zum Forderungskatalog der beiden Gewerkschaften entnehmen können, verlangen diese neben den 5,5 % bzw. 6 % mehr Gehalt und der Einbeziehung der Online-Redakteure in den GTV, MTV und den Altersversorgungstarifvertrag vor allem eine deutliche Erhöhung der Wochenendzuschläge, eine Teilhabe an den Erlösen aus dem Leistungsschutz-recht sowie die Bezahlung für die konzernweite Nutzung von Artikeln.


Dies stellt einen deutlichen zweistelligen Prozentsatz dar, der kaum wirtschaftlich darstellbar ist.


Bitte argumentieren Sie in Ihren Häusern bei passender Gelegenheit im Sinne des vorliegenden Schreibens.


Gerne informieren wir Sie auch persönlich zu dieser sehr komplexen Materie. Bitte rufen Sie uns an, wenn Sie Fragen haben!

mit freundlichen Grüßen

Georg Wallraf und Dr. Sonja Boss

Download: Rundschreiben Nr. 14 / 2013

Download: Pressemitteilung DJV

Download: Forderungen Gewerkschaften in 5. Verhandlungsrunde

Ort: Berlin

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