Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger
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Journalist/ Journalistin werden

Freier Berufszugang – aber mit notwendigen Hürden

 

Der Journalistenberuf ist als „einer der letzten freien Berufe unserer Gesellschaft“ bezeichnet worden. Weil unsere Verfassung die Pressefreiheit garantiert, ist auch der Zugang zum Journalismus frei und darf weder staatlich geregelt sein, noch von der Absolvierung vorgeschriebener Ausbildungsgänge abhängig gemacht werden.

 

Auf der anderen Seite braucht der / die als Journalist / Journalistin Tätige aber umfassende Kenntnisse und Fertigkeiten, die nur im Verlauf einer qualifizierten Ausbildung zu erwerben sind.

 

Nach Erhebungen des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (2005) haben über 70 Prozent der Berufsanfänger bei den deutschen Zeitungen ein Hochschulstudium abgeschlossen. Rund zehn Prozent sind „Seiteneinsteiger“ aus anderen Medienbereichen. Da sind natürlich die Berufschancen für Interessenten, die diese Voraussetzungen nicht mitbringen, sehr begrenzt.

 

In jedem Fall ist Berufsinteressenten zu empfehlen, sich nach dem Abitur oder während des Studiums frühzeitig um eine Hospitanz oder ein Praktikum in der Redaktion einer Zeitung, Zeitschrift oder Rundfunkanstalt zu bemühen. Bewerbungen sind an die Medienunternehmen direkt zu richten.

 

 

Arbeitsbereiche des Journalisten / der Journalistin

 

Der Journalist / die Journalistin wirkt durch Sammeln, Sichten, Recherchieren, Organisieren, Schreiben beziehungsweise Fotografieren und Gestalten verantwortlich an der Produktion der publizistischen Medien mit. Journalisten arbeiten als fest angestellte (zumeist als Redakteure und Korrespondenten) oder als  freie Journalisten bei

Zeitungen und Zeitschriften, Hörfunk und Fernsehen , Nachrichtenagenturen und Informationsdiensten, Onlineangeboten bzw. multimedialen Diensten vieler Art.

 

Ein anderes Berufsfeld stellt die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Firmen, Verbände und die Verwaltung dar: Prüfungs- und Zertifizierungsorganisation der deutschen Kommunikationswirtschaft (PZOK).

 

 

Wege zum Journalismus

 

Demjenigen / derjenigen, der / die sich für den Journalistenberuf entscheidet, stehen verschiedene Wege offen: das Redaktionsvolontariat, der Besuch einer Journalistenschule und das Journalistik-Studium an einer Universität oder Fachhochschule. Absolventen dieser Einrichtungen durchlaufen in der Regel ein nur verkürztes Redaktionsvolontariat. Hinzu kommen verschiedene kommunikations- und medienwissenschaftliche Studiengänge, die weniger in den Journalismus direkt einführen wollen, als vielmehr die wissenschaftliche Erforschung des Kommunikationsprozesses zum Gegenstand haben. Ein abgeschlossenes Studium – auch anderer Fachrichtungen, etwa Germanistik, Geschichte, Jura – ist ebenfalls eine gute Voraussetzung, um Journalist / -in zu werden. Zumeist müssen die Absolventen aber mit einem zweijährigen Redaktionsvolontariat rechnen.

 

 




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