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Der Erfolg von Werbekampagnen liegt im Kopf des Kunden: Implizite Imagegenerierung

Rekordbeteiligung bei BDZV/WAN-IFRA-Konferenz: „Anzeigengeschäft im Umbruch“


Verlage sollten bei der Planung von Anzeigenformaten nicht nur die Media- sondern auch die Kreativagentur mit ins Boot holen. Das riet zum Auftakt der von BDZV und WAN-IFRA veranstalteten Konferenz „Anzeigengeschäft im Umbruch“ der langjährige Chairman der Agentur Ogilvy & Mather (Frankfurt am Main), Lothar Leonhard. „Denn das Dreigespann Zeitungen, Kreativ- und Mediaagenturen weiß am besten, was sich die Kunden und Endverbraucher von Werbung erhoffen“, erklärte Leonhard vor den mehr als 150 Gästen, die sich am 17. und 18. März in Berlin über aktuelle Trends und Erlösstrategien am Anzeigenmarkt in Deutschland und weltweit informierten.

 

 

Eamonn Byrne (Founding Director "The Byrne Partnership")

Ob Werbekampagen auch den gewünschten Erfolg bringen, untersucht seit vielen Jahren Frank Händler von der Agentur Omnicom aus Hamburg. Er gewährte einen Einblick in die Medienforschung. Dabei appellierte er an Werbungtreibende, neben der „expliziten“ Imagegenerierung auch die „implizite“ als Maßstab für den Erfolg eines Mediamixes anzulegen. „Bis eine Marke im Kopf eines Konsumenten fest verankert ist, also implizit, bedarf es einer deutlichen längeren Zeit und damit einer größeren Anzahl an Werbekontakten“, so der Experte.

 

Lothar Leonhard (langjähriger Chairmann Ogilvy & Mather) und Jörg Laskowski (BDZV-Geschäftsführer)

Zu Beginn des zweiten Tages, der mit einem Teilnehmerrekord aufwartenden Veranstaltung, präsentierte der schottische Medienfachmann Eamonn Byrne internationale Erfolgsbeispiele der Zeitungsvermarktung; sein Credo: „Im hyperlokalen Umfeld liegen die Erfolgschancen der Zeitungen in den kommenden Jahrzehnten. Tageszeitungen müssen (wieder) stärkster Player im lokalen Raum sein.“ Wie eine Markenfestigungsstrategie mithilfe mobiler Anwendungen aussehen könnte, wusste Maani Safa von der britischen "Telegraph" Group zu berichten. Frühzeitig habe man dort auf den Vertriebsweg Handy und Smartphone gesetzt und mittlerweile mehr als 300.000 Apps für das iPhone abgesetzt. „Wichtig dabei war, dass die User in den Apps und im Mobilportal nicht nur die gleichen Inhalte wie auf der Website des ‚Telegraph‘ finden, sondern auch das gleiche Design.“ Dadurch sei eine schnelle Erfassung der angebotenen Inhalte möglich. Saafas Rat an die anwesenden Verlagsexperten: „Versuchen Sie nicht, auf allen Smartphones mit Angeboten mitzuspielen, sondern konzentrieren Sie sich auf ein bis zwei. Alles andere wird zu teuer und lohnt sich nicht.“

 

 

In Kürze folgt ein ausführlicher Bericht mit Fotos.

Berlin, 
18. März 2010  6/2010



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