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23. September 1998 | Pressemitteilungen

Zwei Prozent höhere Honorare für freie Journalisten / Keine Einigung bei Fragen zum Urheberrecht

Bonn, 23. September 1998

Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) sowie die Gewerkschaften Deutscher Journalisten-Verband und IG Medien haben sich am 23. September in Wiesbaden darauf geeinigt, die Honorare für arbeitnehmerähnliche freie Journalisten um zwei Prozent zu erhöhen. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von zwölf Monaten (bis 31. Juli 1999).

Ohne jede Annäherung verliefen die Verhandlungen zum Urheberrecht. Die Gewerkschaften hätten eine Urheberrechtsregelung verweigert, die es den Verlagen ermöglichen würde, redaktionelle Inhalte aus der gedruckten Zeitung in einer wirtschaftlich vertretbaren Form in Online-Ausgaben zu plazieren. Auch die Gewerkschaftsseite müsse erkennen, daß es hierbei um die Sicherung der Marktstellung der gedruckten Zeitung und damit auch um die Sicherung von Arbeitsplätzen gehe, erklärte ein Sprecher des BDZV.

Mit der Abkehr von der bisherigen gemeinsamen Verhandlungsposition hätten die Journalisten-Gewerkschaften die Zeitungsverleger völlig überrascht. Der BDZV hob hervor, daß die Haltung von DJV und IG Medien auch im Gegensatz stünde zu den bereits getroffenen Tarifvereinbarungen mit dem Verband Deutscher Zeitschriftenverleger. Der BDZV stellte klar, daß keine neuen Regelungen zum Urheberrecht vereinbart werden könnten, solange die Gewerkschaften weiterhin bei ihrer starren Haltung blieben.

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