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18. März 1999 | Pressemitteilungen

Zeitungsverleger warnen vor Monopolisierung beim Geschäft mit Internet-Zugängen

Bonn, 18. März 1999

Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) befürchtet, daß die neuen Internet-Tarife der Telekom und anderer großer Telekommunikationsunternehmen den Markt verzerren und die Zeitungsverlage beim Geschäft mit Internet-Zugängen schwer benachteiligen. Zwar seien die geplanten Preissenkungen grundsätzlich zu begrüßen, doch dürfe dies nicht dazu führen, daß für viele kleinere Unternehmen unüberwindbare Markthürden aufgebaut würden, erklärte der BDZV am 18. März 1999 in Bonn.

Die Gebührenpläne der Telekommunikationsunternehmen sehen vor, daß nur solche Internet-Dienstleister günstige Internet-Zugänge für Privatkunden anbieten können, die auch das Inkasso für die Telekommunikationsdienstleistungen übernehmen. Viele Verlage und auch andere kleinere Anbieter von Internet-Zugängen (Access Provider) könnten nicht mithalten, wenn ihre Kunden den teuren Ortstarif der Telekom bezahlen müßten, kritisierte ein Sprecher des BDZV. Gelöst werden könnte das Problem nach Auffassung der Zeitungsverleger durch die Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation, die Internet-Nutzern den Zugang zum lokalen Einwahlknoten des jeweiligen Providers für drei Pfennig pro Minute ermöglichen könnte. Falls dies nicht gelänge, entstehe beim Geschäft mit Internet-Zugängen eine Kon-zentration auf wenige große Anbieter im Markt. Damit verbunden wäre der Verlust von Arbeitsplätzen in der Region. Eine solche Entwicklung wäre aus Sicht der Zeitungsverleger auch medienpolitisch äußerst bedenklich. "Es kann und darf nicht gewollt sein, daß einige wenige Telekommunikationsunternehmen mit ihren Partnern das Geschäft mit Internet-Zugängen beherrschen und diese Marktmacht nutzen, um die eigenen Online-Medien zu fördern", so der BDZV.

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