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02. Mai 2000 | Pressemitteilungen

Zeitungsverleger warnen vor Eingriffen in die Pressefreiheit

Bonn, 2. Mai 2000

Die deutschen Zeitungsverleger haben an Politik und Justiz appelliert, die Freiheit und Unabhängigkeit der Presse nicht anzutasten. Zwar sei Deutschland eines der ganz wenigen Länder auf der Welt, wo die Pressefreiheit garantiert sei, doch auch hier komme es immer wieder zu schweren Eingriffen von politischer oder staatlicher Seite, kritisierte der Präsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), Wilhelm Sandmann, heute in Bonn anlässlich des Internationalen Tages der Pressefreiheit. Gerade in jüngerer Zeit seien Redaktionsgeheimnisse und Informantenschutz wiederholt aufgebrochen worden, Redaktionsräume und Wohnungen von Journalisten seien durchsucht worden.

Besorgt äußerte sich Sandmann auch darüber, dass die Medien im Kreuzverhör öffentlicher Kritik stünden. Allerdings sei dies nicht verwunderlich, wenn Fernsehsender „mit ihrem Infotainment-Spektakel niedere Instinkte befriedigten“. Auch bei der Presse gebe es Verstöße gegen Prinzipien journalistischer Ethik. Solche Entwicklungen schadeten letztlich dem Ansehen der gesamten Presse.

Scharf verurteilte Sandmann, mit welcher Brutalität weltweit die Pressefreiheit unterdrückt werde. „Es ist beschämend, dass zu Beginn des 21. Jahrhunderts das freie Wort an den meisten Orten der Welt mit Füßen getreten wird“. In mehr als 100 Ländern würden die Medien zensiert, Journalisten und Verleger sowie deren Familien drangsaliert, „nur weil sie die Wahrheit sagen“. Der Internationale Tag der Pressefreiheit ist erstmals vor neun Jahren von der UNO-Generalversammlung ausgerufen worden. Er erinnert an die sogenannte Erklärung von Windhuk vom 3. Mai 1991, in der eine Gruppe afrikanischer Journalisten freie und unabhängige Medien in aller Welt forderte.

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