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02. Mai 2011 | Pressemitteilungen

Zeitungsverleger verurteilen weltweite Angriffe auf die Pressefreiheit

BDZV-Präsident Helmut Heinen zum Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai

Die deutschen Zeitungsverleger haben die weltweiten Angriffe auf die Freiheit der Presse scharf verurteilt. Es sei nicht zu ertragen, wie das Recht auf Meinungs- und Pressefreiheit in vielen Ländern der Welt ignoriert werde, sagte der Präsident des BDZV, Helmut Heinen, heute in Berlin. Anlässlich des „Internationalen Tags der Pressefreiheit“ am 3. Mai wies Heinen darauf hin, dass rund um den Globus Journalisten, Redakteure und Verleger verfolgt, verhaftet und ermordet würden, „nur, weil sie ihrer Arbeit nachgehen“. Publikationen würden zensiert und verboten, Verlage geschlossen, weil sie den jeweiligen Machthabern missliebig seien.

BDZVlogoMit Blick auf die politischen Entwicklungen in Ägypten und Nordafrika äußerte Heinen die Hoffnung, dass die Herausbildung neuer demokratischer Strukturen zu einer unabhängigen Presse führen werde, die ohne Angst vor Repressalien durch totalitäre Systeme arbeiten könne. Den Nachrichten aus Nordafrika und dem Nahen Osten sei auch eine Podiumsdiskussion unter dem Titel „Despotendämmerung“ gewidmet, zu der der BDZV gemeinsam mit dem Deutschen Journalisten-Verband und der Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen am Abend des 3. Mai in Berlin einladen.

„Verstöße gegen die Pressefreiheit geschehen täglich, vor unser aller Augen und auch ganz in unserer Nähe“, sagte der BDZV-Präsident weiter und verwies in diesem Zusammenhang unter anderem auf das vor wenigen Monaten von der ungarischen Regierung erlassene und seither EU-weit diskutierte Mediengesetz, wonach Rundfunkveranstalter, Zeitungen und Zeitschriften in Ungarn bei Androhung hoher Geldbußen „politisch ausgewogen“ zu berichten hätten.

Heinen erinnerte ferner daran, dass im vergangenen Jahr 58 Journalisten und Medienmitarbeiter bei der Ausübung ihres Berufs oder wegen ihrer Veröffentlichungen getötet wurden. Weltweit befänden sich darüber hinaus derzeit mindestens 151 Journalisten in Haft, darunter auch der diesjährige Träger der „Goldenen Feder der Freiheit“, der Journalist Dawit Isaak aus Eritrea. Für Journalisten und Verleger, Dichter und Autoren, die wie Isaak häufig jahrelang und unter menschenunwürdigen Bedingungen inhaftiert seien, bedeute die rege Wachsamkeit und das Engagement der internationalen freien Presse „oft die einzige Rettung vor der Verfolgungswut totalitärer Regime“, betonte der BDZV-Präsident.

Hintergrund


3. Mai – Internationaler Tag der Pressefreiheit

In vielen Ländern dieser Erde werden Journalisten, Redakteure und Verleger nur deswegen belästigt, verhaftet, tätlich angegriffen oder sogar ermordet, weil sie die Wahrheit sagen. Publikationen werden zensiert und verboten, Verlage mit Bußgeldern belegt oder geschlossen, weil sie den Regierungen missliebig sind. Vor diesem Hintergrund haben verschiedene internationale Organisationen, unter ihnen der Weltverband der Zeitungen und Nachrichtenmedien (WAN-IFRA), im Jahr 1992 den 3. Mai zum „Internationalen Tag der Pressefreiheit“ erklärt.

Der 3. Mai steht für den Jahrestag der Erklärung von Windhuk, einer 1991 von afrikanischen Journalisten ausgearbeiteten Grundsatzerklärung mit der Forderung nach freien, unabhängigen Medien auf dem afrikanischen Kontinent und in aller Welt.

Seither wird weltweit mit dem „Internationalen Tag der Pressefreiheit“ am 3. Mai der im Kampf für die Pressefreiheit gebrachten Opfer gedacht und Druck auf diejenigen Staaten ausgeübt, die ihren Bürgern dieses Grundrecht weiterhin vorenthalten. Die Botschaft des 3. Mai lautet, dass jeder Journalist überall auf der Welt das Recht haben muss, frei und ohne Angst berichten zu können.

Ort: Berlin

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