Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

28. April 1998 | Pressemitteilungen

Zeitungsverleger verurteilen weltweite Angriffe auf die Pressefreiheit

BDZV-Präsident Wilhelm Sandmann zum "Internationalen Tag der Pressefreiheit" am 3. Mai

Bonn, 28. April 1998

Die deutschen Zeitungsverleger haben die weltweiten Angriffe auf die Freiheit der Presse scharf verurteilt. Es sei nicht zu ertragen, wie das Recht auf Meinungs- und Pressefreiheit in vielen Ländern der Welt ignoriert werde, sagte der Präsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), Wilhelm Sandmann, heute in Bonn. Anläßlich des "Internationalen Tages der Pressefreiheit" am 3. Mai wies Sandmann darauf hin, daß rund um den Globus Journalisten, Redakteure und Verleger verfolgt, verhaftet und ermordet würden, "nur, weil sie ihrer Arbeit nachgehen". Publikationen würden zensiert und verboten, Verlage geschlossen, weil sie den jeweiligen Machthabern mißliebig seien.

Der BDZV-Präsident erinnerte daran, daß seit 1986 mindestens 500 Journalisten bei der Ausübung ihres Berufes getötet wurden, 26 allein im vergangenen Jahr. Deutschland sei eines der wenigen Länder dieser Erde, das die Pressefreiheit im Grundgesetz verankert habe. Aber auch hier sei die Pressefreiheit nicht gegen Gefährdungen gefeit. So hätten beispielsweise die erbitterten Diskussionen um die Einführung des "großen Lauschangriffs" einmal mehr gezeigt, daß Teile der Politik offensichtlich bereit seien, "elementare Bestandteile der Pressefreiheit in Frage zu stellen". Daß nach massiven Interventionen von seiten der Presseorganisationen schließlich auch Journalisten vom "Lauschangriff" ausgenommen wurden, sei ein Erfolg für die Freiheit der Presse in Deutschland. Doch, so Sandmann, "Wachsamkeit ist weiterhin gefragt".

Mit dem "Internationalen Tag der Pressefreiheit" soll der im Kampf für die Pressefreiheit gebrachten Opfer gedacht und Druck auf diejenigen Staaten ausgeübt werden, die ihren Bürgern dieses Grundrecht weiterhin vorenthalten. Der 3. Mai steht für den Jahrestag der Erklärung von Windhoek, einer 1991 von afrikanischen Journalisten ausgearbeiteten Grundsatzerklärung mit der Forderung freier, unabhängiger Medien auf dem afrikanischen Kontinent und in aller Welt. Der "Internationale Tag der Pressefreiheit" wird getragen von Verleger- und Journalistenorganisationen weltweit sowie den Vereinten Nationen (UNO).

zurück