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03. Mai 2005 | Pressemitteilungen

Zeitungsverleger klagen weltweite Verstöße gegen die Pressefreiheit an

Berlin, 3. Mai 2005

Es sei beschämend, dass zu Beginn des 21. Jahrhunderts das freie Wort an den meisten Orten der Welt mit Füßen getreten wird, sagte heute der Präsident des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), Helmut Heinen, in Berlin anlässlich des Internationalen Tags der Pressefreiheit. In mehr als 100 Ländern würden Zeitungen zensiert, Internetzugänge überwacht und blockiert, Journalisten und Verleger sowie deren Familien drangsaliert – nur weil sie die Wahrheit sagten.

 

„Wo immer diktatorische Regime die Macht übernehmen, wird als erstes die Presse geknebelt und für die eigenen Propagandazwecke missbraucht“, sagte Heinen weiter. Wer es dennoch wage, der Demokratie ein Forum zu geben und für Freiheit und Rechtsstaatlichkeit zu streiten, dem drohe das Schlimmste: Entführung, Gefängnis, Folter, Mord. Diesen mutigen Männern und Frauen, die mit der Kraft des Wortes Kriegstreiber, Tyrannen und verbrecherische Banden anklagten, verdienten besonderen Respekt.

 

Die Deutschen gehörten, führte der BDZV-Präsident weiter aus, weltweit zu einer Minderheit, die das Glück habe, in einem wirklich freien Land mit freien Medien zu leben. Dies bedeute auch die Verpflichtung, jenen zur Seite zu stehen, denen die Presse- und Meinungsfreiheit verwehrt bleibt. Es sei unerträglich, dass in vielen Ländern der Welt Morde an Journalisten nicht ernsthaft verfolgt würden und die Täter straffrei bleiben. Vor diesem Hintergrund hätten der Weltverband der Zeitungen (WAN) in Paris und seine Mitglieder, zu denen auch der BDZV zählt, die weltweiten Aktionen zum Inter-nationalen Tag der Pressefreiheit in diesem Jahr unter das Motto „Straffreiheit – Wenn Mord unbestraft bleibt“ gestellt.

 

Der 3. Mai erinnert an die Erklärung von Windhuk 1991, in der eine Gruppe afrikanischer Journalisten freie und unabhängige Medien in aller Welt forderten. Es sei „vielleicht keiner dieser großen Gedenktage, hinter denen bedeutende historische Ereignisse stehen“, sagte Heinen. Doch sei es gewiss ein Tag, an dem Menschen weltweit innehalten sollten in Erinnerung an all jene, „die im Dienst der Wahrheit und Wahrhaftigkeit Tag für Tag schwere Opfer bringen oder sogar ihr Leben verloren haben“.

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