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20. Februar 2006 | Pressemitteilungen

Zeitungsverleger gegen neue Belastungen bei Zustellern

Berlin, 20. Februar 2006

Die Pläne der Bundesregierung, die Pauschalabgabe bei den geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen zu erhöhen, stößt bei den Zeitungsverlegern auf harte Kritik. Es sei völlig widersinnig, wenn die Bundesregierung einerseits propagiere, die Lohnnebenkosten zu senken und sie andererseits für ein Segment des Arbeitsmarkts drastisch erhöhe, sagte ein Sprecher des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) am 20. Februar 2006 in Berlin. Bereits heute sei die Pauschalabgabe bei den so genannten „Mini-Jobs“ höher als der Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung bei versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen. Mit solchen Aktionen würden sämtliche Bemühungen, den wirtschaftlichen Aufschwung zu beschleunigen und damit die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu erhöhen, konterkariert.

In einem Haushaltbegleitgesetz will die Bundesregierung bei den „Minijobs“ den pauschalen Abgabesatz von derzeit 25 Prozent auf 30 Prozent anheben. Die Zeitungsbranche würde vor allem im Zustellerbereich von der neuen Belastung getroffen. Die Verlage und die Zustellgesellschaften beschäftigen etwa 180.000 Stammzusteller mit einem durchschnittlichen Verdienst von 300 bis 400 Euro.

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