Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

10. September 1998 | Pressemitteilungen

Zeitungen online im Aufwind: Immer mehr Bürger nutzen die Internet-Angebote der Verlage

Bonn, 10. September 1998

Immer mehr Bürger nutzen die Online-Angebote der Zeitungen. "Die Nutzerzahlen wachsen stetig", erklärte der Leiter des Bereichs Kommunikation + Multimedia beim Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), Hans-Joachim Fuhrmann, bei der Jahrespressekonferenz des Verbandes heute in Bonn. Nicht nur in den Ballungsgebieten, sondern auch in der Region würden die Internet-Dienste der Zeitungen immer stärker frequentiert. Dabei hätten gerade die lokalen Angebote einen hohen Stellenwert.

Dennoch handelt es sich bei den Online-Aktivitäten - nach Einschätzung des BDZV - auf nicht absehbare Zeit um einen eher kleinen Teilbereich im Geschäft der Zeitungsverlage. Um so wichtiger sei es, daß der sich gerade erst entwickelnde Markt nicht durch wettbewerbsverzerrende Aktivitäten öffentlicher und halböffentlicher Institutionen gestört werde. Es könne nicht Aufgabe von Städten, Industrie- und Handelskammern oder Handwerkskammern sein, nach dem Beispiel von Zeitungsverlagen Online-Dienste aufzubauen und diese mit Fremdwerbung zu finanzieren, so der BDZV-Sprecher.

In diesem Zusammenhang begrüßte der BDZV, daß die Ministerpräsidenten der Länder die expansiven Online-Projekte öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten, allen voran das ZDF, beschränken wollen. Im Entwurf für einen neuen Rundfunkstaatsvertrag, der voraussichtlich Ende des Jahres verabschiedet wird, ist unter anderem festgelegt, daß sich die Online-Angebote der öffentlich-rechtlichen Sender auf die Programmbegleitung beschränken müssen; Werbung und Sponsoring werden ausdrücklich untersagt.

In der Gunst der Nutzer von Online-Diensten der Verlage stehen Serviceangebote wie Veranstaltungshinweise, Sportergebnisse, Banking sowie Buchungssysteme für Konzerte oder Kino. Eine hohe Akzeptanz finden außerdem die Kleinanzeigen online; 50 Prozent der Zeitungsverlage stellen bereits ihre Kleinanzeigen ins Netz. "Es ist schon reizvoll, wenn mit wenigen Mausklicks die gewünschten Gebrauchtwagen, Mietwohnungen und Stellenangebote auf den Bildschirm kommen", so Fuhrmann. Deshalb sei es wichtig, daß die Verlage dieses Feld besetzten. Gerade im Bereich der Rubrikanzeigen könnte es langfristig zu Verschiebungen vom Print- ins Online-Medium kommen. Der BDZV hob hervor, daß sich im Bereich der Rubrikanzeigen bereits viele Verlage zu Kooperationen zusammengeschlossen hätten.

Die Haupteinnahmequelle bei den Zeitungen online bilden die Werbeerlöse. Zwar sei der Markt noch unterentwickelt, doch würden immer mehr Unternehmen feste Etats für Online-Werbung einsetzen. Eine wichtige Voraussetzung für die wachsende Akzeptanz der Online-Werbung sei die Standardisierung der Werbeträgerleistung. Hier hätten die Medienverbände in Deutschland im internationalen Vergleich eine Vorreiterrolle übernommen. Während in den USA nach wie vor unterschiedliche Definitionen und Meßgrößen eher Verwirrung als Markttransparenz leisteten, seien die deutschen Meßgrößen "PageImpressions" (gesehene Seiten) und "Visits" (Besuche beliebiger Nutzer) in der werbungtreibenden Wirtschaft auf hohe Akzeptanz gestoßen.

Um die Transparenz im Online-Werbemarkt weiter zu erhöhen, baut der BDZV gemeinsam mit dem Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ), dem Deutschen Multimediaverband (DMMV), dem Verband Privater Rundfunk und Telekommunikation (VPRT) derzeit eine Online-Media-Datenbank auf, die Ende des Jahres ihren Betrieb aufnehmen wird. Abrufbar sind dann die Leistungsdaten und Schaltpreise der deutschen Online-Werbeträger.

zurück