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15. Februar 2017 | Pressemitteilungen

Verlegerrecht: Zeitungsverleger unterstützen Vorschlag

Themen: Europa, Urheberrecht, Recht, Leistungsschutzrecht, Online

Anlässlich eines Austauschs über die Zukunft der Presse und die wirtschaftliche Lage der Branche in Deutschland und Frankreich, haben Dr. Mathias Döpfner, Präsident des BDZV, sowie Francis Morel, Präsident des Verlegerverbands der französischen nationalen Tageszeitungen (SPQN), die Notwendigkeit eines europäischen urheberrechtlichen Schutzes für die Presseverleger – so genanntes Verlegerrecht – betont.

Brüssel_Aufmacher.jpgDie französischen und deutschen Presseverleger haben dabei ihre nachdrückliche Unterstützung für den aktuellen Vorschlag der Europäischen Kommission zur Einführung eines Verlegerrechts im europäischen Urheberrecht geäußert. Dies sei für die künftige Entwicklung der Presse eine wichtige Maßnahme.

Die deutschen und französischen Zeitungsverleger setzen sich in diesem Zusammenhang für gemeinsame Ziele ein:

  • Die Anerkennung eines umfassenden und allgemeinen europäischen Verlegerrechts, das sich an dem bereits geltenden urheberrechtlichen Schutz für Film, Musik und den audiovisuellen Sektor orientiert.
  • Den Schutz von Presseveröffentlichungen vor einer Verwertung durch Dritte, die hierdurch Profite erzielen, ohne die Verlage zu entschädigen.
  • Vor dem Hintergrund der digitalen Verbreitung, die eine rasante Entwicklung erfährt, ein faires Kräfteverhältnis zwischen Presseunternehmen und internationalen Technologiekonzernen und den Herstellern von Endgeräten herzustellen.

Die Präsidenten der beiden Verlegerverbände weisen darauf hin, dass ein europäisches Verlegerrecht gemäß dem Vorschlag der EU-Kommission keine Auswirkungen auf einen freien Zugriff und die freie Verbreitung von Presseinhalten hätte. Als Ergänzung des Urheberrechts der Journalisten würde das Verlegerrecht die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stärken, die für den Erhalt eines hochwertigen und unabhängigen Journalismus unverzichtbar sind.

Francis Morel: „Die Presse lebt von ihren Inhalten. Ihre Stärke besteht darin, dass sie über ihre Medien – ob nun auf Papier oder digital – ein breites Publikum erreicht. Sie kann die von ihr produzierten Inhalte nicht einfach so anderen Akteuren zur Verwertung überlassen.“

Mathias Döpfner: „Die Zukunft des Journalismus ist digital. Dies setzt Investitionen ebenso voraus wie eine geschützte Rechtsposition – das Verlegerrecht.“

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Ort: Berlin

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