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12. November 1997 | Pressemitteilungen

Verleger warnen IG Medien und DJV vor Arbeitsniederlegungen

Bonn, 12. November 1997

Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) hat heute in Bonn die neuerlichen Streikdrohungen des Deutschen Journalistenverbandes (DJV) und der IG Medien als "überflüssige und zugleich gefährliche Störmanöver" kritisiert. Wer zu Arbeitsniederlegungen aufrufe, stärke vor allem diejenigen, die den Flächentarifvertrag ohnehin in Frage stellten, erklärte ein Sprecher des BDZV. Gefragt seien jetzt auf allen Seiten die Bereitschaft zu Offenheit, Flexibilität und Kompromiß.

Als "bösartige Polemik" wertete der BDZV die Behauptung des Vorsitzenden der IG Medien, Detlef Hensche, die Arbeitgeber planten unter anderem eine Verschlechterung der tariflichen Altersversorgung. Tatsache sei, so der BDZV, daß über die Altersversorgung neu verhandelt werden müsse, da die Versorgungskasse ausfinanziert sei. Inhalte des neuen Tarifvertrages zur Altersversorgung seien bislang überhaupt noch nicht erörtert worden.

Der BDZV bekräftigte, daß das Tarifwerk für Redakteure mit seinem hohen materiellen Niveau erhalten bleiben sollte. Hierzu zählten Jahresbezüge von durchschnittlich 100.000 Mark sowie ein Manteltarif mit Urlaubszeiten bis zu sieben Wochen, ferner langfristige Gehaltsfortzahlungen im Krankheitsfall und eine Reihe sonstiger außergewöhnlicher Vergünstigungen. Gleichzeitig machte der BDZV deutlich, daß ein Einstieg in die 35-Stunden-Woche sowie die automatische Gehaltsanhebung nach Berufsjahrestaffel bis über das 25. Jahr hinaus nicht mit dem Berufsbild des Journalisten übereinstimmten. Bei diesen Tarifmaterien erwarteten die Verleger Kompromißbereitschaft.

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