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09. September 2015 | Pressemitteilungen

Theodor-Wolff-Preis: Sieben Journalisten in Koblenz geehrt/ Ministerin Nahles mit Laudatio auf Barbara Sichtermann/ Hermann Neusser: Große Leistung beim Umgang mit Flüchtlingsthema

9. September 2015

Themen: Preise, Theodor-Wolff-Preis

Der Anspruch an professionellen Journalismus und die Leistungskraft der Zeitungen werde beim Umgang mit dem Flüchtlingsthema wieder besonders deutlich, sagte der Vorsitzende des Kuratoriums für den Theodor-Wolff-Preis und Verleger des Bonner „General-Anzeigers“, Hermann Neusser, anlässlich der Verleihung des Theodor-Wolff-Preises durch den BDZV am 9. September in Koblenz. Die Preisträger: Tobias Großekemper („Ruhr-Nachrichten“, Dortmund), Rudi Kübler und Christine Liebhardt („Südwest Presse“, Ulm), Roland Schulz („SZ-Magazin“, München), Konrad Schuller („Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“), Bernd Ulrich („Die Zeit“, Hamburg) und für das Lebenswerk Barbara Sichtermann

Der Verleger der „Rhein-Zeitung“, Walterpeter Twer (l.) und der Vorsitzende des TWP-Kuratoriums und Verleger des Bonner „General-Anzeigers“, Hermann Neusser (r.), mit den Preisträgern 2015 (v.l.): Konrad Schuller, Barbara Sichtermann, Rudi Kübler, Christine Liebhardt, Tobias Großekemper, Roland Schulz und Bernd Ulrich. (Foto: Rhein-Zeitung)Der Verleger der „Rhein-Zeitung“, Walterpeter Twer (l.) und der Vorsitzende des TWP-Kuratoriums und Verleger des Bonner „General-Anzeigers“, Hermann Neusser (r.), mit den Preisträgern 2015 (v.l.): Konrad Schuller, Barbara Sichtermann, Rudi Kübler, Christine Liebhardt, Tobias Großekemper, Roland Schulz und Bernd Ulrich. (Foto: Rhein-Zeitung)Einzelschicksale und Fluchtwege würden auf vielfältige Art ebenso beleuchtet wie die Herausforderungen für die deutsche und europäische Politik oder die großartige Hilfsbereitschaft, aber auch die Ängste in der Bevölkerung, so Neusser weiter. Die Zeitungen klärten aber nicht nur über eine aus Krieg, Terror und Not geborene Völkerwanderung auf. In einigen Redaktionen arbeiteten sogar bereits Flüchtlinge an der Berichterstattung mit, würdigte der Kuratoriumsvorsitzende, das sei vorbildlich. Zugleich mahnte Neusser an, Beschönigungen in der Sprache zu meiden: „Es ist wichtig, dass aktuell über den gedankenlosen Gebrauch verschleiernder Begriffe wie ‚Asylkritiker‘ diskutiert wird.“

Als „geistreich, streitbar und mit eleganter Klinge“ bewaffnet würdigte die Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Andrea Nahles, in ihrer Laudatio die Preisträgerin für das Lebenswerk, Barbara Sichtermann. Nicht allein politischer Einsatz und hartnäckige Überzeugungsarbeit hätten das Weltbild und die Ansprüche von Frauen in den letzten Jahrzehnten tiefgreifend verändert. „Es waren auch Publikationen wie die von Barbara Sichermann, die den Blick geschärft, Althergebrachtes in Frage gestellt und Veränderungen angestoßen haben.“

Der Gastgeber der Festveranstaltung und Verleger der „Rhein-Zeitung“, Walterpeter Twer, machte bei seiner Begrüßung der gut 200 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Medien im Theater Koblenz deutlich, dass es Kernaufgabe der Zeitungsredaktion sei, relevanten Content zu generieren, „professionell, hochwertig, engagiert und mutig“. Die in der Branche oft diskutierte Frage “Print first oder online first?“ gehe an der publizistischen DNA der Zeitung vorbei. Die heiße viel treffender „Content first“.

Neben der Preisträgerin für das Lebenswerk standen sechs weitere Journalisten im Mittelpunkt der Festveranstaltung: Die mit je 6.000 Euro dotierten Auszeichnungen in der Sparte „Lokaljournalismus“ gehen an Tobias Großekemper für seinen Artikel „In der Westerfilder Spirale“ („Ruhr-Nachrichten“, Dortmund)   sowie an Rudi Kübler und Christine Liebhardt für ihren detailreichen Online-Beitrag „Die Nacht der 100.000 Bomben“ („Südwest Presse“, Ulm). Roland Schulz sowie Konrad Schuller bekommen den ebenfalls mit je 6.000 Euro dotierten Journalistenpreis der deutschen Zeitungen – Theodor-Wolff-Preis in der Kategorie „Reportage/ Essay/Analyse“: Schulz („SZ-Magazin“, München) für seinen Beitrag „Die Polizei, dein Freund und Vater“, Konrad Schuller für seine Reportage „Dann nehmen sie Anlauf und werfen“ („Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“). Ausgezeichnet und mit 6.000 Euro gewürdigt wird in der Kategorie „Meinung/ Leitartikel/ Kommentar/ Glosse“ der Beitrag „Die Welt ist verrückt - und was machen wir?“ von Bernd Ulrich („Die Zeit“, Hamburg).  

Der Journalistenpreis der deutschen Zeitungen – Theodor-Wolff-Preis, um den sich 395 Journalistinnen und Journalisten beworben haben, ist die renommierteste Auszeichnung, die die Zeitungsbranche zu vergeben hat. Sie wird vom BDZV ausgeschrieben und erinnert an den langjährigen Chefredakteur des legendären „Berliner Tageblatts“, Theodor Wolff (1868 – 1943). Wolff musste 1933 vor den Nazis ins französische Exil fliehen, wurde dort verhaftet und der Gestapo ausgeliefert und starb 1943 im Jüdischen Krankenhaus in Berlin.

Der Jury gehören an: Nikolaus Blome (Journalist und Buchautor, Berlin), Wolfgang Büscher (Autor "Die Welt", Berlin), Dr. Markus Günther (Autor, „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“), Peter Stefan Herbst (Chefredakteur „Saarbrücker Zeitung“), Christian Lindner (Chefredakteur „Rhein-Zeitung“, Koblenz), Lorenz Maroldt, (Chefredakteur „Der Tagesspiegel“, Berlin), Professor Bernd Mathieu (Chefredakteur „Aachener Zeitung“ und „Aachener Nachrichten, Vorsitz“), Annette Ramelsberger (Gerichtsreporterin „Süddeutsche Zeitung“, München) und Cordula von Wysocki (Mitglied Chefredaktion „Kölnische Rundschau“).

  • Alle Reden, prämierten Texte, Jurybegründungen und Kurzbiographien sowie die Namen der weit über 400 Preisträger seit 1962 finden Sie unter www.theodor-wolff-preis.de

(Fotos: Rhein-Zeitung)

Ort: Koblenz

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