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09. Dezember 1997 | Pressemitteilungen

Tarifverhandlungen werden am 14. Dezember fortgeführt

Bonn, 9. Dezember 1997

Die für Sozialpolitik zuständigen Gremien des BDZV haben gestern in Berlin beschlossen:

1. Den Journalistengewerkschaften wird angeboten, die Tarifverhandlungen für Zeitungsredakteure am Sonntag, dem 14. Dezember, in Frankfurt fortzusetzen. Das Angebot steht unter dem Vorbehalt, daß die Journalistengewerkschaften auf eine weitere Aufheizung der Verhandlungsatmosphäre verzichten. Eine auf Mobilisierung der Mitglieder ausgerichtete Informationspolitik und verhandlungsbegleitende Arbeitskampfmaßnahmen mindern die Einigungschancen erheblich. Das haben die beiden letzten Verhandlungsrunden deutlich gezeigt.

2. Verhandlungen haben nur Sinn, wenn auf beiden Seiten die Bereitschaft zu Zugeständnissen besteht. Die Journalistengewerkschaften erwarten eine Erhöhung der Redakteursgehälter, die stärkere Berücksichtigung von Vortätigkeiten freier Journalisten bei der Eingruppierung als Redakteur und den Verzicht der Verleger auf die Umsetzung rechtlicher Veränderungen, die sich bei der Altersversorgung und der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall ergeben haben. Ein Entgegenkommen in diesen Punkten ist von erheblichem materiellen Gewicht und setzt voraus, daß sich die Journalistengewerkschaften ebenfalls bewegen. Das ist insbesondere bei der Arbeitszeit und der Berufsjahrestaffel unerläßlich. Ohne eine Anpassung der diesbezüglichen Tarifregelungen an die Erfordernisse der Praxis würde das Tarifwerk für Zeitungsredakteure dramatisch an Akzeptanz verlieren.

3. Dieses Tarifwerk sieht in vielerlei Hinsicht außergewöhnliche Leistungen vor. Sie sind das Äquivalent für eine sehr wichtige und oft auch schwierige Arbeit. Ein hohes Tarifniveau rechtfertigt es aber nicht, Beiträge zur Verbesserung der Wirtschafts- und Arbeitsbedingungen zu verweigern, die von anderen, oft viel schlechter bezahlten Arbeitnehmern längst geleistet werden. Das gilt sowohl für die Reduzierung der Jahresleistung auf 95 Prozent als auch für eine - wenigstens geringfügige und zeitlich begrenzte - Differenzierung der Tarifgehälter für Ost und West.

4. Der BDZV hofft, daß es am 14. Dezember zu einer Einigung kommt. Zumindest sollte es möglich sein, eine so weitgehende Annäherung der beiderseitigen Positionen zu erreichen, daß dann spätestens nach einer nächsten Runde ein Abschluß zustande kommen kann.

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