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05. Juni 2018 | Pressemitteilungen

Tarifverhandlungen erneut unterbrochen

Themen: Tarif

„Wir sind heute bis an die Grenze des für die Verlage Vertretbaren gegangen“, erklärte der Verhandlungsführer des BDZV, Georg Wallraf, zum Ende der 6. Verhandlungsrunde über einen neuen Gehaltstarifvertrag (GTV) für Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen. „Wir haben bis in die Morgenstunden mit den Gewerkschaften Deutscher Journalisten-Verband (DJV) und dju in Ver.di um einen Kompromiss gerungen.“ Die vorgeschlagenen Gehaltssteigerungen hätten über der prognostizierten Inflationsrate gelegen. Obendrein sei der BDZV bereit gewesen, den Manteltarifvertrag bis Ende 2020 geschlossen zu lassen und einen Tarifvertrag über die Altersversorgung für die Onliner in tarifgebundenen Unternehmen abzuschließen. Umso enttäuschter sei er, sagte Wallraf, dass es trotz der großen Bereitschaft, auf die Wünsche der Gewerkschaften einzugehen, zu keinem Abschluss gekommen sei.

BDZV_Logo_TARIFWERK_2018.jpg Das Angebot der Verleger hatte bei einer Laufzeit von 32 Monaten im Einzelnen vorgesehen: Die Volontäre sollten zum 1.5.2018 eine überproportionale Gehaltssteigerung (um 4,71 Prozent) von 90 Euro und eine Einmalzahlung in Höhe von 70 Euro bekommen, zum 1.1.2020 wäre eine weitere Einmalzahlung über 70 Euro gefolgt. Für Berufseinsteiger sollte das Gehalt ab 1.5.2018 um 120 Euro wachsen (plus 3,69 Prozent in der Tarifgruppe 2b). Hinzu kämen 500 Euro Einmalzahlung und die Gehaltssteigerung am 1.1.2019. Rückwirkend zum 1.5.2018 sollten die Redakteurinnen und Redakteure eine Gehaltssteigerung um 1,7 Prozent erhalten; zusätzlich eine Einmalzahlung um 500 Euro. Zum 1.1.2019 sollte das Gehalt um weitere 2,2 Prozent steigen. 

„Die zentralen Forderungen der Gewerkschaften haben wir damit adressiert. Umso unverständlicher ist es, dass heute auf dieser Basis keine Einigung möglich war“, resümierte der Verhandlungsführer. „Wir appellieren an DJV und dju, die Gespräche zügig fortzusetzen, um Interesse aller einen Tarifabschluss zu erreichen.

Die  Tarifverhandlungen wurden ohne neuen Termin unterbrochen.

Ort: Berlin

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