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30. April 2003 | Pressemitteilungen

Objektive Kriegsberichterstattung wird immer schwieriger

BDZV-Hauptgeschäftsführer Volker Schulze zum Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai

Berlin, 30. April 2003

Nie war ein Krieg so öffentlich wie im Irak. Und wohl nie haben Leser, Hörer, Zuschauer den Berichten und Bildern so misstraut wie diesmal. Das erklärte Volker Schulze, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), heute bei der gemeinsam mit der Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen veranstalteten Podiumsdiskussion „Sehen, Hören, Schreiben, Schweigen – Medienberichterstattung in Zeiten des Krieges“ in Berlin. Das Symposium findet anlässlich des Internationalen Tags der Pressefreiheit am 3. Mai statt.

 

Es sei ein großer Verdienst der Medien – und zwar der gedruckten wie der elektronischen –, dass sie immer wieder auf die Zweifelhaftigkeit der berichteten Ereignisse und der gesendeten Bilder hingewiesen hätten. In Zukunft würden es Journalisten in Kriegs- und Krisengebieten, prognostizierte Schulze, wohl noch schwerer als bisher haben, ihre Unabhängigkeit und Objektivität zu wahren, seien sie nun „eingebettet“ oder nicht. Der BDZV-Hauptgeschäftsführer warnte davor, dass eine subtile Kriegspropaganda Journalisten und ihre Arbeit nicht vereinnahmen dürfe.

 

Aufgabe der Journalistinnen und Journalisten sei es, in Wort und Bild festzuhalten, was sie hören und sehen. Dazu müssten sie sich in Kriegs- und Krisengebiete wagen, um dem Rest der Welt zu berichten, was da geschieht und nicht zuletzt auch den Verfolgten, den „Opfern“ eine Stimme geben.

 

„Das vergangene Jahr 2002 war ein schlechtes Jahr für die Pressefreiheit“, resümierte Schulze. Mindestens 25 Journalistinnen und Journalisten wurden bei der Ausübung ihres Berufs getötet. Fast 700 Journalisten wurden zeitweilig festgenommen. Mehr als 1.400 Reporter wurden bedroht, überfallen oder gezielt attackiert.

 

Die Liste der Länder ohne oder mit nur eingeschränkter Pressefreiheit sei lang. Gut einem Drittel der Weltbevölkerung werde das Recht auf freie Meinungsäußerung und ungehinderten Informationsfluss vorenthalten. Um so wichtiger sei es, dass diejenigen Staaten, in denen wie in Deutschland dieses Recht im Grundgesetz verankert ist, Presse- und Meinungsfreiheit auch wirklich lebten – und zwar nach außen wie nach innen.

 

Kontakt: BDZV, Anja Pasquay, mobil 0170/8011142

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