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17. August 2000 | Pressemitteilungen

Keine Einigung über neuen Tarifvertrag an Tageszeitungen

Bonn, 17. August 2000

Mit Unverständnis und Enttäuschung hat der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) heute in Hamburg auf das vorläufige Scheitern der Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag für Redakteure an Tageszeitungen reagiert. Es sei nicht nachzuvollziehen, erklärten die Zeitungsverleger, dass der Deutsche Journalisten-Verband und die IG Medien auf einen tariflichen Anspruch auf Altersteilzeit für Redakteure beharrten.

Eine Vergleichbarkeit mit den bisher erfolgten Abschlüssen in der Druckindustrie und bei den Verlagsangestellten, machte der BDZV deutlich, sei nicht gegeben, schon weil die Kriterien "schwere körperliche Belastung" und "Nacht- oder Schichtarbeit" beispielsweise nicht zuträfen. Auch handle es sich bei Redakteuren um hochqualifizierte Kräfte, die in anderen Tarifwerken ebenfalls von Regelungen zur Altersteilzeit ausgenommen blieben. Vor diesem Hintergrund sei es ausgeschlossen, eine derartige verbindliche Regelung für alle Zeitungsverlage in Deutschland abzuschließen. Gleichwohl bleibe es den einzelnen Unternehmen selbstverständlich unbenommen, dort, wo es geboten erscheine, Individualverträge oder Betriebsvereinbarungen zur Altersteilzeit zu treffen. Im Übrigen habe der BDZV Gespräche darüber angeboten, wie die hier auftretenden speziellen Probleme - zum Beispiel im Hinblick auf die Ansprüche der Redakteure aus dem Presseversorgungswerk - geregelt werden könnten.

Die Kritik an dem Wunsch der ostdeutschen Verlage nach einem eigenständigen Tarifvertrag wies der BDZV energisch zurück. Mit ihrer Weigerung, für die neuen Bundesländer Sonderregelungen zu treffen, die den dortigen wirtschaftlichen Verhältnissen Rechnung tragen, hätten die Gewerkschaften den betroffenen Verlagen keinen anderen Weg gelassen.

Aufgrund des negativen Ergebnisses konnte auch keine Einigung über die neuen Tarifgehälter erzielt werden. Der BDZV wird nun prüfen, ob er seinen über die Landesverbände angeschlossenen Mitgliedsverlagen empfiehlt, die Redakteursgehälter einseitig zu erhöhen. "Wir wollen nicht, dass die Mitarbeiter in den Verlagen für das Versagen der Gewerkschaften bestraft werden", sagte dazu Rüdiger Niemann, der Vorsitzende des Sozialpolitischen Ausschusses und Verhandlungsführer der Zeitungsverleger.

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