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15. Mai 2007 | Pressemitteilungen

Journalistenpreis der deutschen Zeitungen – Theodor-Wolff-Preis für sechs Journalisten / Sibylle Krause-Burger für Lebenswerk geehrt

Berlin, 15. Mai 2007

Der Journalistenpreis der deutschen Zeitungen – Theodor-Wolff-Preis geht in diesem Jahr an sechs Journalisten: Die mit je 6.000 Euro dotierten Auszeichnungen in der Sparte „Allgemeines“ erhalten Sebastian Glubrecht für seinen Artikel „Bis dass der Tod euch scheidet“ („Süddeutsche Zeitung“ - Magazin, München), in dem er ebenso berührend wie diskret bei einem alten Ehepaar einen Fall von Sterbehilfe aus großer Liebe nachzeichnet, sowie an Astrid Geisler für ihren Beitrag „Das vergessene Land“ („taz – die tageszeitung“, Berlin), der beschreibt, dass in Ostvorpommern Neonazis die netten Jungs von nebenan sind.

Den mit 6.000 Euro dotierten Preis in der Kategorie „Leitartikel/Kommentar/Essay“ hat die Jury Nikolaus Blome für seinen Beitrag „Warum uns Gerhard Schröder fehlt“ („Die Welt“, Berlin) zuerkannt, in dem der Autor frech den Ursachen für das Gefühl der Langeweile in der aktuellen Politik nachspürt.

Christoph Wöhrle und Marlon Gego bekommen den ebenfalls mit 6.000 Euro dotierten Journalistenpreis der deutschen Zeitungen – Theodor-Wolff-Preis in der Kategorie „Lokales“. Wöhrle („Berliner Morgenpost“) schaute in seinem Artikel „Doktor Fastfood und Mister Dschihad“ den Berlinern Muslimen auf den Teller und warf ganz nebenbei einen Blick aus ungewohnter Perspektive auf islamistische Tendenzen. Gego schildert in seiner Reportage „Am Ende der Illusion“ („Aachener Zeitung“/“Aachener Nachrichten“ - Magazin) an der Auseinandersetzung zwischen Kleingärtnern und Stadionbauern Lokalpolitik als Graswurzelarbeit.

Der Preis für das Lebenswerk geht an die Kolumnistin Sibylle Krause-Burger, die seit Jahrzehnten mit brillanten Portraits und Hintergrundberichten das politische und gesellschaftliche Leben in Deutschland begleitet.

Der Journalistenpreis der deutschen Zeitungen – Theodor-Wolff-Preis ist die renommierteste Auszeichnung, die die Zeitungsbranche zu vergeben hat. Sie erinnert an den langjährigen Chefredakteur des legendären „Berliner Tageblatts“, Theodor Wolff (1868 – 1943). Wolff musste 1933 vor den Nazis ins französische Exil fliehen, wurde dort verhaftet und der Gestapo ausgeliefert und starb 1943 im Jüdischen Krankenhaus in Berlin.

Die Auszeichnungen werden am 5. September bei einem Festakt in Berlin überreicht. An der Ausschreibung hatten sich 345 Journalisten beteiligt.

Der unabhängigen Jury zum Theodor-Wolff-Preis gehören an: Dr. Wilm Herlyn (Chefredakteur Deutsche Presse-Agentur, Hamburg), Bernd Hilder (Chefredakteur „Leipziger Volkszeitung“), Bascha Mika (Chefredakteurin „taz – die tageszeitung“, Berlin), Ulrich Reitz (Chefredakteur „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“, Essen), Stephan Richter (Chefredakteur Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag, Flensburg), Evelyn Roll (leitende Redakteurin „Süddeutsche Zeitung“, München), Werner Schwarzwälder (ehemaliger Chefredakteur, „Südkurier“, Konstanz), Franz Sommerfeld (Chefredakteur „Kölner Stadt-Anzeiger“) sowie Dr. Uwe Vorkötter (Chefredakteur „Frankfurter Rundschau“).

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