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19. Mai 2011 | Pressemitteilungen

Journalistenpreis der deutschen Zeitungen – Theodor-Wolff-Preis für sechs Journalisten/ Klaus Harpprecht für das Lebenswerk geehrt

Der Journalistenpreis der deutschen Zeitungen – Theodor-Wolff-Preis geht in diesem Jahr an sechs Journalisten: Den mit 6.000 Euro dotierten Preis in der Kategorie „Kommentar/Glosse/Essay“ hat die Jury Mely Kiyak für ihren Beitrag „Liebe Sakineh Ashtiani!“ („Berliner Zeitung“/„Frankfurter Rundschau") zuerkannt, in dem sich die Autorin auf mutige und ungewöhnliche Weise mit dem Thema Steinigungen im Iran beschäftigt.

logoDie mit je 6.000 Euro dotierten Auszeichnungen in der Sparte „Lokales“ erhalten Rena Lehmann für ihren Artikel „Ein Schnitzel und viele Verlierer“ („Rhein Zeitung“, Koblenz), der am Beispiel einer falsch ausgegebenen Schulmahlzeit und den aberwitzigen Folgen die Probleme der deutschen Gesellschaft mit dem Islam ausleuchtet, sowie Jan Rübel für seinen Beitrag „Die Tänzer von Zehlendorf“ („Berliner Morgenpost“), in dem der Autor am Beispiel eines Berliner Tanzcafés schildert, wie alzheimerkranke Menschen ein gleichwohl erfülltes, lebenswertes Leben führen.


Uwe Ebbinghaus sowie Kirsten Küppers bekommen den ebenfalls mit 6.000 Euro dotierten Journalistenpreis der deutschen Zeitungen – Theodor-Wolff-Preis in der Kategorie „Allgemeines“. Ebbinghaus („Frankfurter Allgemeine Zeitung“) berichtet in seinem Artikel „Der Zugnomade“ von einem Mann, der sein gesamtes Dasein in Zügen verbringt. Kirsten Küppers beschreibt in ihrem Porträt „Das wieder gewonnene Gesicht“ („taz – die tageszeitung“, Berlin), wie ein furchtbar entstelltes türkisches Folteropfer mithilfe zahlreicher Operationen ins Leben zurückkehrt.


Der Preis für das Lebenswerk geht an Klaus Harpprecht. Die Jury würdigt ihn als streitbaren Journalisten und Publizisten, der aktuelle, gesellschaftliche und politische Themen offensiv und stets glänzend formuliert auf den Punkt bringt.
Der Sprecher der Jury, der Chefredakteur der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ in Essen, Ulrich Reitz, würdigte die große Zahl herausragender Texte, die in diesem Jahr eingereicht worden waren. „Wir konnten eine herzerfrischende Qualitätsdebatte führen.“ Erfreulich seien die vielen Bewerbungen in der Kategorie „Lokales“. Hier kamen neben den ausgezeichneten Texten auch Artikel aus „Der Tagesspiegel“, „Hamburger Abendblatt“, „Nordbayerischer Kurier“, „Stuttgarter Zeitung“, „Aachener Zeitung“, „Nürnberger Nachrichten“, „Weser-Kurier“, „Münchner Merkur“, „Kölner Stadt-Anzeiger“, „Südwest-Presse“ und Bonner „General-Anzeiger“ auf die Shortlist.


Der Journalistenpreis der deutschen Zeitungen – Theodor-Wolff-Preis ist die renommierteste Auszeichnung, die die Zeitungsbranche zu vergeben hat. Sie erinnert an den langjährigen Chefredakteur des legendären „Berliner Tageblatts“, Theodor Wolff (1868 – 1943). Wolff musste 1933 vor den Nazis ins französische Exil fliehen, wurde dort verhaftet und der Gestapo ausgeliefert und starb 1943 im Jüdischen Krankenhaus in Berlin.


Die Auszeichnungen werden am 6. September bei einem Festakt in Bonn überreicht. An der Ausschreibung hatten sich 453 Journalisten beteiligt.
Der unabhängigen Jury zum Theodor-Wolff-Preis gehören an: Peter Stefan Herbst (Chefredakteur „Saarbrücker Zeitung“), Wilm Herlyn (Publizist, Essen), Bernd Hilder (Chefredakteur „Leipziger Volkszeitung“), Christoph Irion (Chefredakteur „Reutlinger General-Anzeiger“), Bernd Mathieu (Chefredakteur, Aachener Zeitung/Aachener Nachrichten), Bascha Mika (Publizistin, Berlin), Ulrich Reitz (Chefredakteur „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“, Essen), Evelyn Roll (leitende Redakteurin „Süddeutsche Zeitung“, München), Franz Sommerfeld (Mitglied des Vorstands Mediengruppe M. DuMont Schauberg mit Zuständigkeit Redaktion, Köln).

Ort: Berlin

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