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19. Mai 2009 | Pressemitteilungen

Journalistenpreis der deutschen Zeitungen – Theodor-Wolff-Preis für fünf Journalisten/ Nina Grunenberg für das Lebenswerk geehrt

Der Journalistenpreis der deutschen Zeitungen – Theodor-Wolff-Preis geht in diesem Jahr an fünf Journalisten: Den mit 6.000 Euro dotierten Preis in der Kategorie „Kommentar/Glosse/Essay“ hat die Jury Henning Sußebach für seinen Beitrag „Eine Liebe verschwindet“ („Die Zeit“, Hamburg) zuerkannt, in dem der Autor die Wirtschaftskrise entlang dem geänderten Verhalten der Deutschen zu ihrem sprichwörtlich liebsten Kind, dem Auto, beschreibt.

Die mit je 6.000 Euro dotierten Auszeichnungen in der Sparte „Allgemeines“ erhalten Bastian Obermayer für seinen Artikel „Bis zum letzten Schlag“ („Süddeutsche Zeitung“, München), der dramaturgisch hoch spannend und mit vielen medizinischen Details an einem persönlichen Schicksal das Problem Organspende thematisiert, sowie Thomas Scheen für seine Reportage „Aleksandr, der Bruchpilot“ („Frankfurter Allgemeine Zeitung“), in der der Autor den Alltag ehemaliger sowjetischer Militärpiloten schildert, die von den Zeitläuften in den Kongo verschlagen wurden.

Regina Krex-Köhler („Berliner Morgenpost“) bekommt den ebenfalls mit 6.000 Euro dotierten Journalistenpreis der deutschen Zeitungen – Theodor-Wolff-Preis in der Kategorie „Lokales“. In einem Rückblick über fünf Jahre berichtet sie in ihrem Artikel „Die Weihnachtsgeschichte von einem Kind, das in der Zehlendorfer Babyklappe lag“ und von einer Mutter, die es sich anders überlegte.

Der Preis für das Lebenswerk geht an Nina Grunenberg „Die Zeit“, Hamburg). Die Jury würdigt sie als Autorin zahlreicher Feuilletons in thematisch vielfältigen Sujets. In ihrer scharfsinnigen Analyse und der Tiefe ihrer Recherche sei sie Jüngeren ein Vorbild. Grunenbergs Beschreibungen komplizierter Sachverhalte aus Bildung und Wissenschaft seien immer ein Lesegenuss.

Der Journalistenpreis der deutschen Zeitungen – Theodor-Wolff-Preis ist die renommierteste Auszeichnung, die die Zeitungsbranche zu vergeben hat. Sie erinnert an den langjährigen Chefredakteur des legendären „Berliner Tageblatts“, Theodor Wolff (1868 – 1943). Wolff musste 1933 vor den Nazis ins französische Exil fliehen, wurde dort verhaftet und der Gestapo ausgeliefert und starb 1943 im Jüdischen Krankenhaus in Berlin.

Die Auszeichnungen werden am 2. September bei einem Festakt in Berlin überreicht. Gastgeber sind der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und die dpa Deutsche Presse-Agentur. An der Ausschreibung hatten sich 374 Journalistinnen und Journalisten beteiligt.

Der unabhängigen Jury zum Theo­dor-Wolff-Preis gehören an: Peter Stefan Herbst (Chefredakteur „Saarbrü­cker Zeitung“), Dr. Wilm Her­lyn (Chefredakteur Deutsche Presse-Agentur, Hamburg), Bernd Hilder (Chef­redakteur „Leipziger Volkszeitung"), Chris­toph Irion (Chefredakteur „Reutlinger Ge­neral-Anzeiger“), Bascha Mika (Chefredakteurin „taz - die tageszeitung", Berlin), Ulrich Reitz (Chefredak­teur „Westdeutsche Allge­meine Zeitung", Essen), Stephan Richter (Chefre­dakteur Schleswig-Hols­teinischer Zei­tungsverlag, Flensburg), Evelyn Roll (leitende Redak­teurin, „Süddeutsche Zeitung", München) sowie Franz Sommerfeld (Mitglied des Vorstands Me­diengruppe M. DuMont Schauberg mit Zuständigkeit Redak­tion, Köln).

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