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10. Februar 1999 | Pressemitteilungen

Geplante Neuregelung der 630-Mark-Jobs wäre unverantwortlich gegenüber Zeitungsverlagen und Zustellern / BDZV kritisiert Gesetzentwurf bei Anhörung vor Bundestagsausschuß

Bonn, 10. Februar 1999

Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) hat den Gesetzentwurf zur Neuregelung der 630-Mark-Jobs am 10. Februar 1999 in Bonn noch einmal nachhaltig kritisiert. Eine Umsetzung der Pläne wäre unverantwortlich gegenüber Verlagen und den Zustellern, die sich mit dem Austragen von Zeitungen ein Zubrot verdienten, machte BDZV-Vizepräsident Helmut Heinen anläßlich der Sachverständigenanhörung vor dem Bundestagsausschuß für Arbeit und Sozialordnung deutlich. Die Zustellung von Zeitungen sei eine typische Teilzeitarbeit, die frühmorgens in zwei Stunden erledigt werden muß. Für diese Nebenbeschäftigung erwarteten die Zusteller einen angemessenen Verdienst. Davon könne jedoch keine Rede mehr sein, wenn ein Zusteller statt bisher monatlich 600 Mark künftig nur noch 320 Mark erhalte. Den Verlagen könne nicht zugemutet werden, die Verluste auszugleichen, da sie bereits die Sozialversicherungsbeiträge zahlen müßten. Weitere Belastungen der Verlage würden zu einer Verteuerung des Zeitungsabonnements führen, was angesichts des Wettbewerbs im Medienmarkt fatale Folgen haben könnte.

Der BDZV hob hervor, daß 630-Mark-Jobs in der Zeitungsbranche nicht zum Mißbrauch des Sozialversicherungssystems eingesetzt würden. Ein Beleg dafür sei die Tatsache, daß die Zahl der Zusteller seit vielen Jahren mit 140.000 konstant sei. Aus deren täglich zweistündiger Teilzeitarbeit könnten keine Vollzeitarbeitsplätze geschaffen werden.

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