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09. Dezember 2017 | Pressemitteilungen

„Eigentlich sind wir Alliierte“

BDZV-Präsident Dr. Mathias Döpfner im „Spiegel“-Gespräch über den Streit mit der ARD

Dr_Mathias_Doepfner_Andreas_H_Bitesnich_2013_0391_35cm@300dpi.jpg„Eigentlich sind wir Alliierte“, sagt BDZV-Präsident Dr. Mathias Döpfner über das gespannte Verhältnis der Zeitungsunternehmen in Deutschland zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk. „Aber statt den Status des Verbündeten zu pflegen, hat die ARD einen aus meiner Sicht völlig fehlgeleiteten Ehrgeiz entwickelt, zum digitalen Zeitungsverleger zu werden und die Vielfalt der privaten Verlage zu bedrohen.“ Das sei schade und unnötig.

Im Interview mit dem Magazin „Der Spiegel“, das in der Ausgabe Nr. 50 vom 9. Dezember 2017 erschienen ist, äußert sich der BDZV-Präsident auch noch einmal zu seinem viel diskutierten angeblichen Vergleich der ARD mit Nordkorea beim Zeitungskongress in Stuttgart. „Ich habe gesagt: Das duale System in Deutschland ist eines der allerbesten der Welt. Es könnte aber ins Wanken geraten. Und wenn es eines Tages nur noch Staatsfernsehen und Staatspresse im Netz geben sollte – dann wäre das eher nach dem Geschmack von Nordkorea. Das war zugegebenermaßen eine polemische Zuspitzung. Ich bin aus Kreisen der ARD darauf hingewiesen worden, dass es vielleicht besser gewesen wäre, den Begriff DDR statt Nordkorea zu wählen. Da wäre ich durchaus verhandlungsbereit.“

Döpfner versicherte in diesem Zusammenhang, es sei ihm nicht um Provokation gegangen, sondern um „Aufmerksamkeit für eine Debatte, die in der Sache nicht vorankommt“. Die jüngste Ankündigung von WDR-Intendant Tom Buhrow, Nachrichten künftig nur noch in knappen Texten zusammenzufassen, um den Zeitungsverlagen entgegenzukommen, bewertete der BDZV-Präsident vor diesem Hintergrund als ein „gutes Signal“. Vielleicht ermutige das andere, so zu handeln, „vor allem wenn man sieht, dass es dem Erfolg des Senders nicht schadet, sondern nützt“. Döpfner schränkte jedoch ein, dass der WDR nur für sich und nicht für die ganze ARD spreche. „Deshalb löst es noch nicht das gesamte Problem. Wir brauchen eine klare Regelung im Rundfunkstaatsvertrag.“

Das Interview in voller Länge finden Sie auch auf Spiegel online (Bezahlangebot).

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