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18. Februar 2016 | Pressemitteilungen

Bürgerpreis: Elisabeth Ehninger von deutschen Zeitungen ausgezeichnet

18. Februar 2016

Themen: Bürgerpreis, Pressefreiheit, Preise

Auf die große Verantwortung der Medien im Zusammenhang mit der Herausforderung durch die Flüchtlinge hat am 18. Februar in Berlin der Präsident des BDZV, Helmut Heinen, hingewiesen. „Wir brauchen Medien, die die wirklichen Dimensionen von Flüchtlingszuwanderung in sozialer wie auch in finanzieller Hinsicht klar benennen, die demografischen Entwicklungen ohne ideologische Scheuklappen darstellen und die auch nicht vor einer Wiedergabe von Kriminalitätsstatistiken nach Herkunftsländern zurückschrecken, um auch nur den Anschein der Verbreitung von Halbwahrheiten zu vermeiden“, sagte Heinen anlässlich der Verleihung des Bürgerpreises der deutschen Zeitungen an Elisabeth Ehninger. Der BDZV-Präsident verwahrte sich zugleich nachdrücklich gegen „hetzerische Parolen von der so genannten Lügenpresse“. Gerade die deutschen Medien böten Informationen „in einer überragenden Breite und Tiefe“.

Buergerpreis_2015_Ehninger_Klein-018-2.jpgDie Jury – alle Chefredakteure der im BDZV organisierten Verlage – hatte Elisabeth Ehninger, Gründerin des Vereins „Dresden – Place to be“, die mit 20.000 Euro dotierte Ehrung für ihr großartiges Engagement für Flüchtlinge und die Stärkung einer Willkommenskultur in Dresden zugesprochen.

Programm2.jpgDer Bundesminister des Innern, Dr. Thomas de Maizière, würdigte die Preisträgerin vor gut 200 geladenen Gästen aus Politik und Medien in Berlin als eine Persönlichkeit, die früh erkannt hat, dass persönliche Kontakte zwischen Einheimischen und Zuwanderern hier wie dort Unschätzbares leisten können: „Das Beispiel von Frau Ehninger zeigt, dass wir nicht nur anonym und im Privaten, sondern ganz offen und selbstbewusst gegen Hass und Fremdenfeindlichkeit aufstehen müssen. Sie, Frau Ehninger, haben ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und für Weltoffenheit gesetzt, ohne die Größe der Herausforderung zu verkennen, vor der wir stehen. Sie haben einen Beitrag dazu geleistet, dass die Menschen, wenn sie nach Dresden schauen, nicht nur Pegida sehen“, so de Maizière.

„Den Bürgerpreis nehme ich stellvertretend für viele andere Menschen entgegen. Denn eins ist klar: Der Preis gehört allen, die mitgeholfen haben“, sagte Elisabeth Ehninger. Ihr Verein Dresden Place to be sei bei seiner Gründung 2014 „klein und fein“ gedacht gewesen und durch die aktuelle Flüchtlingsproblematik rasant zu einer Bürgerbewegung gewachsen.

Musikalisch wurde die Veranstaltung durch BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken und den Saxofonisten Márcio Tubino gestaltet. Eine mit Nikolaus Blome (stellvertretender Chefredakteur Politik und Wirtschaft, "Bild" und bild.de), Wolfram Kiwit (Chefredakteur "Ruhr-Nachrichten", Dortmund), Thomas de Mazière und Simone Peter (Bundesvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen) hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion zum Thema: "Presse und Politik im Kreuzfeuer der Kritik" griff die zentrale Frage nach Glaubwürdigkeit und Transparenz politischen Handelns und der angemessenen Berichterstattung darüber noch einmal auf. Die Moderation hatte Peter Stefan Herbst (Chefredakteur "Saarbrücker Zeitung").

Zitate vom 18. Februar

  • Rückblende 2015: Karikatur: Thomas Plaßmann, Foto: Christian Mang

  • Wolfgang Niedecken: „In Köln haben wir etwas, das nennt sich HogeSa. Wahnsinn, dass es sowas gibt." „Als wir damals unser erstes Konzert Arsch huh – Zäng ussenander planten, haben uns die Kölner Medien großartig unterstützt." „An dem Konzert „Offen und bunt – Dresden für alle“ in Dresden fand ich so toll, dass das Mediziner geplant haben. Wenn das Künstler machen, sagt man, ach ja, die kennen sich, aber hier waren das lauter Ärzte."

  • Jan Bayer, BDZV-Vizepräsident, Vorstand BILD- und WELT-Gruppe, Axel Springer SE: „Das komplette Ausmaß der Digitalisierung haben wir noch nicht verstanden.“

  • Rückblende 2014: Karikatur: Thomas Stuttmann, Foto: Stefan Bones

  • Thomas de Maizière: „Dresden ist eine wunderschöne Stadt voller Kunst und Kultur. … Aber dunkle Gesellschaftsspalter machen Stimmung und nehmen für sich in Anspruch, das Volk zu sein." „Ganz Deutschland schaute nach Dresden, weil „Dresden – Place to be“ Pegida den Platz streitig gemacht hat, nach Größe, Menge und mental." „Presse und Politik haben die gemeinsame Aufgabe, ihre Reichweite zu erhöhen, um auch die noch zu erreichen, die nicht mehr zuhören (wollen)." „Es gibt Grenzen für den Umgang miteinander. Es gibt keine politischen oder sozialen Entschuldigungen dafür, dass wir andere Menschen mit Hass überziehen."

  • Jan Bayer, BDZV-Vizepräsident, Vorstand BILD- und WELT-Gruppe, Axel Springer SE: „,It is still day one‘, sagt Jeff Bezos. Wir sind noch am Anfang der Digitalisierung.“

  • Rückblende 2013 : Karikatur: Heiko Sakurai, Foto: Markus Priske

  • Simone Peter: „Ich wende mich mit einem Appell an Sie alle: Wir dürfen die rechtspopulistischen Kräfte nicht in den Landtagen dulden."

  • Jan Bayer, BDZV-Vizepräsident, Vorstand BILD- und WELT-Gruppe, Axel Springer SE: „In zehn Jahren werden wir erstaunt zurückblicken und die Medienlandschaft kaum wiedererkennen.“

  • Rückblende 2012 : Karikatur: Gerhard Mester, Foto: Michaela Handrek-Rehle

  • Nikolaus Blome: „Die AfD dient den Leuten, die sie unterstützen, dazu, Druck ins System zu bringen." „Ich habe keine Lust, mich in die Köpfe derjenigen zu versetzen, in denen nur ein Vakuum herrscht. Das mache ich nicht. Dazu ist mir die Zeit zu schade."

  • Jan Bayer, BDZV-Vizepräsident, Vorstand BILD- und WELT-Gruppe, Axel Springer SE: „Wir sollten demütig bleiben und anerkennen, dass es keine Patentrezepte gibt.“

  • Rückblende 2011 : Karikatur: Klaus Stuttmann, Foto: John MacDougall

  • Wolfram Kiwit: „Rechtsradikalismus hat in Dortmund leider eine lange Tradition. Die Akteure haben sich verändert. Früher waren sie eher dafür bekannt, einen Eimer Bier auf ex auszutrinken; heute sind sie Studierende an der Ruhr-Uni in Dortmund, betreiben Plattformen unter obskuren Namen im Internet und sitzen im Stadtrat."

  • Johann Jungwirth, Chief Digital Officer, Volkswagen AG : „Wir sollten die Zeit im Auto für Medienkonsum geschenkt bekommen, anstatt selbst zu fahren.“

  • Rückblende 2010: Karikatur: Reiner Schwalme, Foto: Fabrizio Bensch

  • Johann Jungwirth, Chief Digital Officer, Volkswagen AG : „Wir sollten uns zur Aufgabe machen, einen Bedarf zu kreieren, der heute noch gar nicht da ist.“

  • Rückblende 2009: Karikatur: Mathias Hühn, Foto: Arno Burgi

  • Johann Jungwirth, Chief Digital Officer, Volkswagen AG : „Wir kommen aus einer Ära, wo wir die Hardware perfektioniert haben. Wichtig für das Überleben ist, dass wir zu einem integrierten Hardware-, Software und Services-Unternehmen werden.“

  • Rückblende 2008 : Karikatur: Ioan Cozacu (NEL), Foto: Boris Roessler

  • Richard Gingras, Senior Director, News & Social Products, Google : „Das Web ist in einer Krise - lasst es uns zusammen reparieren.“

  • Rückblende 2007: Karikatur: Klaus Stuttmann, Foto: Fabian Bimmer

  • Richard Gingras, Senior Director, News & Social Products, Google : „We are in the early days of a renaissance in journalism and media creativity.“

  • Rückblende 2006: Karikatur: Burkhard Mohr, Foto: Andreas Rentz

  • Richard Gingras, Senior Director, News & Social Products, Google : „More smartphones are activated every day than babies are born.“

  • Rückblende 2005: Karikatur: Reiner Schwalme, Foto: Christian Langbehn

  • Richard Gingras, Senior Director, News & Social Products, Google : „I am passionately optimistic about the future of news.“

  • Will Cathcart VP, Product Management, Facebook: „The faster we can make an experience, the more people will use it.“

  • Jochen Herrlich Geschäftsführer, Funke Digital : „40 Prozent unserer Reichweite kommt über Google, 10 Prozent kommt über Facebook. Wir finden beide Partner toll, wollen uns aber nicht abhängig machen.“

  • Mathias Müller von Blumencron, Chefredakteur Digitale Medien, „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ : „AdBlocker & Banner-Müdigkeit: Jetzt ist die Werbeindustrie gefordert. Sie muss Werbung wieder nutzbar machen.“

  • Mathias Müller von Blumencron, Chefredakteur Digitale Medien, „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ : „Wir legen uns mit Großmächten ins Bett, die wir nicht steuern können.“

  • Mathias Müller von Blumencron, Chefredakteur Digitale Medien, „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ : „Journalisten sollten nicht zum Zulieferer für Facebook werden.“

  • Mathias Müller von Blumencron, Chefredakteur Digitale Medien, „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ : Zu Snapchat: „Wir können nicht alles gleichzeitig machen. Ich rate auch, sich nicht zu verlaufen, sondern die Kräfte zu konzentrieren. Redaktionen dürfen sich nicht in immer neuen Projekten verrennen.“

  • Juliane Leopold, freie Journalistin, Beraterin für den digitalen Wandel in der Medienwelt, ehemalige Chefredakteurin von Buzzfeed: „Ich rate genau anzuschauen, was ist unser Geschäftsmodell? Und was bringt uns das? (Distributed Content)."

  • Juliane Leopold, freie Journalistin, Beraterin für den digitalen Wandel in der Medienwelt, ehemalige Chefredakteurin von Buzzfeed: „Schau erst mal dein eigenes Portfolio an, bevor du deinen Blick auf andere Plattformen richtest.“

  • Juliane Leopold, freie Journalistin, Beraterin für den digitalen Wandel in der Medienwelt, ehemalige Chefredakteurin von Buzzfeed: „In Pricing und Bundling von digitalen Angeboten gibt es noch viel Spielraum nach oben.“

Trophäe6_schmal.jpgBisher als Bürger des Jahres geehrt wurden 2010 Thomas Beckmann (nominiert von der „Rheinischen Post", Düsseldorf), 2011 das Ehepaar Birgit und Horst Lohmeyer (nominiert von der „Ostsee-Zeitung", Rostock),  2012 Nora Weisbrod, (nominiert von „Allgemeiner Zeitung", Mainz, und „Wiesbadener Kurier"), Gaby Wentland (nominiert vom „Hamburger Abendblatt“) und Rupert Neudeck (nominiert vom „Kölner Stadt-Anzeiger“).  Der Solo-Cellist Beckmann hat die in 100 deutschen Städten aktive Obdachlosenhilfe-Organisation „Gemeinsam gegen Kälte" gegründet. Birgit und Horst Lohmeyer engagieren sich in dem Örtchen Jamel (Mecklenburg-Vorpommern) gegen Neonazis und rechte Gewalttäter. Nora Weisbrod unterstützt als Gründerin und Geschäftsführerin der „Aktion Tagwerk“ Bildungsprojekte für Kinder und Jugendliche in Ruanda, Burundi und Südafrika. Gaby Wentland kümmert sich mit der von ihr ins Leben gerufenen „Mission Freedom“ um zwangsprostituierte Mädchen und junge Frauen. Rupert Neudeck, Gründer der Hilfsorganisation Cap Anamur/Deutsche Notärzte e.V. und des Friedenskorps Grünhelme, engagierte sich bereits in den 70er Jahren für Flüchtlinge und Menschen in Not. Bei der aktuellen Preisträgerin handelt es sich um eine Nominierung der „Dresdener Neuesten Nachrichten“.

Ausgezeichnet als „Deutschlands Bürger/Bürgerin des Jahres“ werden Personen, die auch jenseits ihrer eigentlichen Profession Herausragendes für die Gesellschaft leisten. Die deutsche Nationalität ist ausdrücklich nicht Voraussetzung.

 Die Verleihung in Bildern (Fotos: BDZV/Bauer)

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