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29. April 1999 | Pressemitteilungen

BDZV-Präsident Sandmann mahnt zu Vorsicht bei der Kriegsberichterstattung

Bonn, 29. April 1999

Bei der Berichterstattung über den Krieg im Kosovo sollten die Journalisten größte Sorgfalt walten lassen, appellierte Wilhelm Sandmann, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), anläßlich des Internationalen Tags der Pressefreiheit am 3. Mai. Nachrichten dürften nicht ungeprüft übernommen werden, wenn sich die Presse nicht wider Willen zum Handlanger politischer Interessen machen wolle. Berichterstatter vor Ort wie die Mitarbeiter in den Redaktionen sollten sich immer das vielzitierte Wort von der "Wahrheit" vergegenwärtigen, die "im Krieg das erste Opfer" sei.

Gleichzeitig wies der BDZV-Präsident darauf hin, daß die gegenwärtige Fokussierung auf den Krieg im Kosovo nicht darüber hinwegtäuschen dürfe, daß auch in vielen anderen Ländern dieser Erde das Recht auf Pressefreiheit bedroht oder sogar mit Füßen getreten werde. Zwei Drittel der Erdbevölkerung müßten in Ländern ohne freie Presse leben. Journalisten, Redakteure und Verleger würden auch zum Ende des 20. Jahrhunderts nur deswegen belästigt, verhaftet, tätlich angegriffen oder sogar ermordet, weil sie die Wahrheit sagten. "Publikationen werden zensiert und verboten, Verlage mit Bußgeldern belegt oder geschlossen, weil sie den Regierungen mißliebig sind."

Dagegen könnten die Deutschen, so Sandmann weiter, 1999 das 50jährige Jubiläum ihres Grundgesetzes begehen. Darin sei mit Artikel 5 das Recht auf Meinungs- und Pressefreiheit verankert. Und wenn es auch hierzulande immer wieder einmal Versuche staatlicher Autoritäten gebe, dieses Grundrecht einzuschränken, so sei Deutschland doch eines der wenigen Länder dieser Erde, in dem Meinungs- und Pressefreiheit verfassungsmäßigen Rang genießen.

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