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14. März 2013 |

BDZV: Gehaltsforderungen von ver.di sind völlig überzogen

Als "völlig überzogen" hat der Verhandlungsführer des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), Georg Wallraf, heute in Berlin die Forderungen der Gewerkschaft ver.di nach 5,5 Prozent mehr Gehalt für Redakteure an Tageszeitungen bezeichnet.

BDZV-Verhandlungsführer Georg WallrafBDZV-Verhandlungsführer Georg WallrafIm Vorfeld der Verhandlungen über einen neuen Gehalts- und Manteltarifvertrag machte Wallraf deutlich, dass nur dann Aussicht auf Erfolg bestehe, wenn in dem neuen Tarifwerk sowohl die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Zeitungsunternehmen als auch die regional sehr unterschiedlichen Lebensbedingungen in Deutschland berücksichtigt würden. "Utopische Gehaltsforderungen zählen nicht dazu."


Der Verhandlungsführer der Arbeitgeber erklärte, dass es Aufgabe von Tarifverträgen sei, Mindestarbeitsbedingungen zu sichern. "Dieses Ziel muss künftig im Vordergrund stehen." Obendrein bilde das bestehende Tarifwerk, das "von zu vielen Automatismen begleitet werde und das Prinzip Leistung außer Acht" lasse, die Realität in den Redaktionen immer weniger ab und müsse dringend den veränderten Arbeitsbedingungen angepasst werden. Nur dann, so Wallraf, sei es möglich, "zukunftssichernde Bedingungen zu schaffen für eine Branche, die sich in einem tiefgreifenden Transformationsprozess befindet".


Für die Sicherung von Arbeitsplätzen bei gleichzeitiger Neustrukturierung der Medienunternehmen trügen "Verleger und Gewerkschaften gemeinsam Verantwortung", stellte Wallraf fest. "Die Tarifforderungen von ver.di ignorieren hingegen die wirtschaftlichen und strukturellen Veränderungen und gefährden damit den Flächentarifvertrag nachhaltig."

Aktuelle Informationen zu den Tarifverhandlungen finden Sie ab sofort auch auf Twitter. Folgen Sie uns unter www.twitter.com/bdzvpresse.

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Ort: Berlin

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