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28. März 2014 | Pressemitteilungen

BDZV: Desinformation der Gewerkschaften ist nicht akzeptabel

Themen: Tarif

Als nicht akzeptabel hat der Verhandlungsführer des BDZV, Georg Wallraf, die jüngsten Aussagen von Vertretern des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV) und dju in ver.di über den Stand der Tarifverhandlungen und das aktuelle Angebot der Zeitungsverleger kritisiert. „Bei allem Verständnis für taktische Usancen sind Behauptungen, der BDZV habe sich nicht bewegt, schlicht falsch“, betonte Wallraf. Die Verleger hätten in der 9. Runde am 26. März in Berlin unter anderem einen Gehaltszuwachs von bis zu vier Prozent über 30 Monate angeboten, die Einbeziehung der Onliner in den Tarif sowie die Erhaltung der Allgemeinverbindlichkeit bei der Altersversorgung. Wer all dies negiere, führe seine Mitglieder bewusst in die Irre, sagte der Verhandlungsführer. Als „geradezu grotesk“ bewertete er Berechnungen einzelner Gewerkschafter, wonach die von den Zeitungsverlegern geforderten strukturellen Veränderungen im TARIFWERK ZUKUNFT zu 20-prozentigen Gehaltseinbußen bei Redakteurinnen und Redakteuren an Tageszeitungen führen würden.

„Wir sind unter der Prämisse angetreten, dass wir niemandem etwas wegnehmen wollen“, versicherte Wallraf. Zugleich gelte es, in einer Umbruchsituation für die Branche das komplexe und über Jahrzehnte gewachsene Tarifwerk in gemeinsamer Verantwortung mit den Gewerkschaften zukunftsfest zu machen. Darum sollten beispielsweise nicht mehr zeitgemäße Automatismen in den Berufsjahresstaffeln abgebaut und die Tarifgruppen an die Arbeitswirklichkeit in den Redaktionen angepasst werden. „Am vergangenen Mittwoch standen Verleger und Gewerkschaften nur noch einen Fußbreit vom Durchbruch entfernt“, betonte der BDZV-Verhandlungsführer weiter. Angesichts der Komplexität der zu verhandelnden Materie hätten beide Seiten jedoch übereingestimmt, eine Auszeit zu nehmen und sich noch einmal mit ihren jeweiligen Gremien rückzukoppeln.

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