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02. November 2017 | Pressemitteilungen

BDZV-Präsident Döpfner: Öffentlich-rechtliche Sender und private Verlage brauchen Überlebensperspektive in der digitalen Welt

Der Präsident des BDZV, Dr. Mathias Döpfner, hat sich am 2. November 2017 in Berlin nachdrücklich gegen den Vorwurf verwahrt, dass Rundfunk-Journalisten von den Zeitungen „diskriminiert“ würden.

Dr. Mathias DöpfnerDr. Mathias Döpfner „Immer wieder betonen wir in Interviews, Reden oder Beiträgen, welch wichtige Rolle das öffentlich-rechtliche Fernsehen für den Qualitätsjournalismus in Deutschland spielt, wie sehr wir das duale System bejahen und erhalten möchten und vor allem, wie groß unser Respekt vor den Leistungen der Journalistinnen und Journalisten von ARD und ZDF ist“, schrieb Döpfner in einem Offenen Brief an die Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Redakteursausschüsse (AGRA). Diese hatte in einer „Frankfurter Erklärung“ beklagt, von Kolleginnen und Kollegen in Zeitungsredaktionen als Staatsfunk bezeichnet und in ihrer Arbeit verunglimpft zu werden.

Der BDZV-Präsident machte hingegen deutlich, dass es sich hier um ein Missverständnis handele: Für die privaten Zeitungsverlage, die ebenso wie die öffentlich-rechtlichen Sender einen wichtigen Beitrag zur journalistischen Vielfalt und Qualität leisteten, sei es unverzichtbar, neben Werbeerlösen auch Erlöse aus digitalen Abonnements zu erzielen. Online-Journalismus sei andernfalls langfristig nicht zu refinanzieren. „Wenn kein nachhaltig erfolgreiches digitales Geschäftsmodell etabliert werden kann, wäre bei weiter rückläufigem Printgeschäft ein Verlagssterben, eine Reduzierung der Vielfalt die Folge. Wenn dann irgendwann quasi nur noch öffentlich-rechtliche Online-Zeitungsangebote zur Verfügung stünden, dann und nur dann würde eine Art ‚Staatspresse‘ entstehen, ein Monopol, das von zentral erhobenen Gebühren lebte und unter der Aufsicht von Politikern aller Parteien stünde. Dieses Konjunktiv-Szenario als Vorwurf misszuverstehen, die Journalisten der ARD seien ‚Staatspresse‘, ist böswillig. Gemeint war es so nie“, versicherte Döpfner und bot an, den Dialog mit den Autoren der Frankfurter Erklärung auch persönlich und öffentlich fortzusetzen. Denn: „Es geht um viel.“

Den Offenen Brief in ganzer Länge finden Sie hier.

Ort: Berlin

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