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01. November 2012 | Allgemeines

Apples Preis-Überfall schadet Kunden und Anbietern

Verlegerverbände kritisieren Nacht- und Nebelaktion

„Die nicht angekündigten deutlichen Preis-erhöhungen von Apple für die Angebote im App-Store und iTunes-Store wirken sich als inakzeptabler Eingriff in die Preishoheit der Verlag aus.“ Das erklärten die Sprecher von BDZV und Verband Deutscher Zeitschriften-verleger (VDZ) am 26. Oktober 2012 in Berlin.

Mit der Kritik reagierten die Verbände auf die Nacht- und Nebelaktion des Unternehmens aus Cupertino, das in der Nacht zum 26. Oktober 2012 die Preise für die Apps ohne Vorankündi­gung um sieben bis 20 Prozent erhöht hatte. „Die zum Teil erhebliche Erhöhung der Preise hat die Kunden bereits irritiert und bringt das auch ge­genüber den entsprechenden Print-Produkten austarierte Preisniveau erheblich durcheinander“, erklärten dazu BDZV und VDZ. Größtes Problem: Durch die Auto-Renewal-Funktion seien bereits viele Abos automatisch beendet worden. „Das Verhalten ist nicht erklärbar und absolut verant­wortungslos“, so die Sprecher weiter.

Diese Verletzung der Spielregeln werde Apple Sympathiepunkte in der Öffentlichkeit kosten. Vor allem aber schade dieses Vorgehen dem aufge­bauten Vertrauen der Verlage zu Apple als Marktpartner und widerspricht Apples Rolle als Unterstützer von Paid-Content-Strategien. Zum Glück gebe es weitere interessante Geschäfts­partner im App-Markt, hieß es weiter von den Verlegerverbänden.

Die Verlage ständen nun vor der Entscheidung, entweder die höheren Preise an ihre Kunden weiterzugeben und damit das Preisverhältnis zwischen Print- und Mobile-Angebot zu verschie­ben oder eine niedrigere Preisstufe und damit sinkende Umsätze zu akzeptieren.

Doch nicht einmal das ist in jedem Fall möglich. Zwar hat Apple zusätzliche Preisstufen einge­führt, doch gerade im immer wichtiger werdenden Einzelverkaufsgeschäft wurde der Einstiegspreis ersatzlos von 79 auf 89 Euro-Cent erhöht.

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