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24. September 1998 | Allgemeines

Zwei Prozent höhere Honorare für freie Journalisten

Keine Einigung bei Fragen zum Urheberrecht

Der BDZV sowie die Gewerkschaften Deutscher Journalisten-Verband und IG Medien haben sich am 23. September 1998 in Wiesbaden darauf geeinigt, die Honorare für arbeitnehmerähnliche freie Journalisten um zwei Prozent zu erhöhen. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von zwölf Monaten (bis 31. Juli 1999). Er gilt nicht in Hessen und in den neuen Bundesländern.

Ohne jede Annäherung verliefen die Verhandlungen zum Urheberrecht. Die Gewerkschaften lehnten eine praxisgerechte Neufassung der einschlägigen Regelung im Tarifvertrag ab. Insbesondere bestritten DJV und IG Medien den Verlagen das Recht, redaktionelle Inhalte aus der gedruckten Zeitung ohne zusätzliche Vergütungen in die Online-Ausgaben zu übernehmen. Damit verließ die Gewerkschaftsseite die bisherige gemeinsame Verhandlungsbasis und nahm überdies eine völlig gegensätzliche Position zu den kürzlich erst getroffenen Tarifvereinbarungen mit dem Verband Deutscher Zeitschriftenverleger ein.

Der Verhandlungsführer des BDZV, Rüdiger Niemann, stellte klar, daß keine neuen Regelungen zum Urheberrecht vereinbart werden könnten, solange die Gewerkschaften nicht zu ihrer alten Position zurückkehrten. Der Gewerkschaftsseite müsse bewußt sein, daß es bei den Online-Engagements der Zeitungsverlage vor allem darum gehe, das Kernobjekt - nämlich die gedruckte Zeitung - im intermediären Wettbewerb zu stärken und damit auch die Arbeitsplätze der Journalisten langfristig zu sichern.

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