Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

21. Mai 2003 | Ausland

Zwei nordirische Journalisten verhaftet

Der Weltverband der Zeitungen (WAN) und das Weltforum der Chefredakteure (WEF) haben bei dem britischen Premierminister Tony Blair scharf gegen die Inhaftierung zweier nordirischer Journalisten protestiert. Sie würden, heißt es bei den Presseorganisationen, bestraft, weil sie die Regierung blamiert hätten. Liam Clarke und Kathryn Johnston, Co-Autoren einer inoffiziellen Biografie des Sinn-Féin-Führers Martin McGuinness, hatten in „The Times“ und „Irish News“ vier Abschriften von Telefongesprächen veröffentlicht, die führende Politiker mit Sinn-Féin-Präsident Gary Adams geführt hatten. Am 30. April wurden Wohnung und Büro von Clarke und Johnston durchsucht und teilweise mutwillig zerstört, am 1. Mai erfolgte die Festnahme der beiden Journalisten mit der Begründung, sie hätten gegen den Official Secrets Act verstoßen. WAN und WEF erklären, dass die Polizeiaktion angesichts der für die Regierung zwar peinlichen, aber in keiner Weise landesverräterischen Inhalte der veröffentlichten Telefongespräche völlig überzogen und eindeutig als Einschüchterungsmaßnahme gedacht sei. Die Presseorganisationen fordern den britischen Premierminister auf, für eine Untersuchung des Polizeiverhaltens zu sorgen, und betonen, dass das Verhalten der Polizei in diesem Fall „einen Angriff auf die Pressefreiheit im Vereinigten Königreich“ darstelle. Kontakt: WAN, Larry Kilman, Telefon 00331/47428500, E-Mail lkilman@wan.asso.fr.

 

Internet: www.wan-press.org

zurück