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12. Juni 2017 | Namen und Nachrichten

ZVNRW-Jahrestagung: Zeitungsverleger diskutieren mit Telekom-Vorstand Höttges

ZVNRW-1.jpgBei der Jahreshauptversammlung des Zeitungsverlegerverbands Nordrhein-Westfalen (ZVNRW) in Bonn war der Telekom-Vorstandsvorsitzende Timotheus Höttges zu Gast und sprach unter anderem über die Netzwerktechnologie Next Generation Networks. Höttges forderte eine Änderung in der Grundhaltung der Deutschen zur Digitalisierung: Die Digitalisierung mit mehr Optimismus anzugehen, sei notwendig, um die Grundlagen für die Gesellschaft der Zukunft zu legen. Für Kinder sei Konnektivität heute „ein Grundrecht“.

Der Vorsitzende des ZVNRW, Christian DuMont Schütte, Aufsichtsratsvorsitzender der Kölner DuMont Mediengruppe, fasste bei der Jahresversammlung die Branchentrends zusammen. Die Zeitungen in Nordrhein-Westfalen erreichten mit ihren Printtiteln mit knapp 55 Prozent noch immer mehr als die Hälfte der Menschen. Hierzu leisteten digitale Produkte der Zeitungsverlage einen immer stärkeren Beitrag, so DuMont Schütte. Während die Printauflagen mit fünf Prozent zwar leicht rückläufig seien, legte die Zahl der verkauften E-Paper um 21 Prozent deutlich zu. DuMont Schütte zeigte sich erfreut über eine neue Wertschätzung für professionellen Journalismus: „Fake-News“ und „Hate-Speech“ hätten vielen wieder deutlich gemacht, dass Qualitätsmedien einen Wert hätten. „Mancher merkt wieder, was er an uns hat.“ Er mahnte die Zeitungsverlage aber auch, diese neue Wertschätzung auch in Zukunft zu rechtfertigen.

BDZV-Hauptgeschäftsführer Dietmar Wolff kritisierte in seinem Vortrag die gesetzlich veranlasste Umstellung von Stück- auf Stundenlohn bei der Zeitungszustellung. Dies habe zu einer Mehrbelastung der Verlage in Höhe von rund 200 Millionen Euro pro Jahr geführt. Damit sei die Zustellung vor allem in ländlichen Regionen betriebswirtschaftlich nicht mehr darstellbar und werde derzeit von den Verlagen subventioniert. „Die tägliche Zeitungszustellung ist durch staatlichen Eingriff zu einem Zuschussgeschäft geworden. Hier muss dringend eine Lösung zwischen Verlegern und politisch Verantwortlichen gefunden werden“, sagte Wolff.

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