Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

07. Februar 2002 | Allgemeines

ZMG: Werbung vernachlässigt Ausländer

Untersuchung zum Lese- und Einkaufsverhalten

Wer glaubt, dass ausländische Mitbürger von deutschen Zeitungen oder Zeitungswerbung nicht erreicht werden, irrt. Niemand muss Texte oder Anzeigen eigens übersetzen lassen, denn die in Deutschland lebenden Spanier, Italiener, Griechen, Polen und Russen verfügen – eigener Einschätzung zufolge – über gute Deutschkenntnisse. Und viele von ihnen lesen deutsche Tageszeitungen.

Zu diesem Ergebnis kommt die ZMG in ihrer Studie „Ausländer als Zeitungsleser“, die die Frankfurter Marketingorganisation im Sommer und Herbst 2001 erhoben und ausgewertet hat. Insgesamt nutzen mehr als zwei Drittel der Ausländer mindestens alle 14 Tage eine deutsche Tageszeitung. Bei den Spätaussiedlern aus der ehemaligen UdSSR sind es sogar 84 Prozent. Und bis zu einem Drittel der Ausländer schaut täglich oder doch fast täglich in hiesige Blätter.

 

Am seltensten werden deutsche Tageszeitungen von Türken gelesen; hier ist auch die größte Gruppe derer anzutreffen, die ihre Deutschkenntnisse als „eher schlecht“ oder „gar nicht“ kennzeichnen (34 Prozent). Regelrechte Vielleser, die täglich oder fast täglich zu einer deutschen Tageszeitung greifen, sind dagegen die Italiener (31 Prozent), gefolgt von Spaniern (29 Prozent) und Griechen (27 Prozent).

 

Aufschluss gibt die Studie auch über die Kaufkraft und das Einkaufsverhalten von Ausländern in Deutschland. Bei Spaniern, Italienern, Türken und Griechen etwa ist das Haushaltsnettoeinkommen nicht wesentlich anders als beim Schnitt der deutschen Bevölkerung verteilt; wesentlich darunter liegen Zuwanderer aus dem ehemaligen Jugoslawien, der ehemaligen UdSSR sowie Spätaussiedler. Bei einem durchschnittlichen Nettoeinkommen zwischen 1.500 und 2.000 Euro werden monatlich bis zu knapp 500 Euro für Lebensmittel und andere Dinge des täglichen Bedarfs ausgegeben. Dabei werden für den Einkauf Discounter und Supermärkte bevorzugt. Daraus lässt sich unter anderem schließen, dass große Handelsketten das Gros der Ausländer sehr gut durch Zeitungsanzeigen über ihre Angebotspalette unterrichten und als Kunden werben können. Für die ZMG-Studie wurden zwischen dem 4. August und dem 16. September 2001 insgesamt 3.264 Personen ab 15 Jahre aus Spanien, Italien, dem ehemaligen Jugoslawien, Griechenland, der Türkei, den GUS-Staaten, Polen sowie Spätaussiedler aus Russland und Polen befragt. Sie repräsentieren eine Gruppe von rund fünf Millionen Ausländern und Spätaussiedlern. Interessenten wenden sich an: ZMG, Jochen Schmitz, Telefon 069/973822-0, E-Mail schmitz@zmg.de.

zurück